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Andreas Keuerleber, Oliver Srkala, Markus Walter, Brigitte Keuerleber, Martina Ziegler, Referent Klaus Ciecior, Anke Barthelmeß und Alexander Barthelmeß (von links). Foto: Frommer
Andreas Keuerleber, Oliver Srkala, Markus Walter, Brigitte Keuerleber, Martina Ziegler, Referent Klaus Ciecior, Anke Barthelmeß und Alexander Barthelmeß (von links). Foto: Frommer
17.05.2018

Interessengemeinschaft Pforzheim Nord: Plädoyer für verkaufsoffene Sonntage

Pforzheim. Gleich mehrere Firmenpräsentationen und ausgiebiger Meinungsaustausch: An der jüngsten Afterwork-Veranstaltung der Interessengemeinschaft Pforzheim Nord (IPN) nahmen Inhaber und leitende Mitarbeiter aus fast allen Betrieben des Gewerbegebiets Nord teil – diskutiert wurden die unterschiedlichen und die gemeinsamen Interessen von Autohäusern und Kachelofenbauern, vom Gartencenter, technischen Betrieben sowie Transport- und EDV-Dienstleistern. Das gastgebende Unternehmen des fünften IPN-Treffens war der familiengeführte Präzisionsteilehersteller Keuerleber GmbH an der Christinenstraße 12.

Nach der Begrüßung der mehr als zwei Dutzend Gäste stellten Martina Ziegler und Andreas Keuerleber das eigene Unternehmen vor: 32 Mitarbeiter entwickeln hier auf 3000 Quadratmetern CNC-Präzisionsteile, „meist Prototypen beispielsweise für Dental- oder Medizintechnik“, führte Andreas Keuerleber aus. Aus Gründen der Geheimhaltung würden, so Keuerleber weiter, die verschiedenen Teile einer Baugruppe vom Auftraggeber immer auf mehrere Prototypenentwickler verteilt.

Gastreferenten des Abends waren Klaus Ciecior (Trauringlounge) und Alexander Barthelmeß (EDV-Service). Ciecior berichtete von der bundesweit steigenden Nachfrage nach einzelgefertigten individuellen Trau- oder Partnerringen, Barthelmeß beleuchtete das Serviceangebot seines IT- und EAP-Systemhauses sowie die ab 25. Mai 2018 durch die europaweiten Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ins Haus stehenden Neuerungen. „Alles wird gerade sehr heiß gekocht“, berichtete Barthelmeß, „und es drohen Strafen von bis zu vier Prozent des Vorjahresumsatzes“. Schon ein mit Daten beschriebener USB-Stick werde, so erläuterte der IT-Fachmann, bei Verlust zur „meldepflichtigen Datenpanne“. Ein Datenschutzbeauftragter werde Pflicht.

Beim Fingerfood von Müssle Gastronomie referierte Patrick Stöber (Stöber Antriebstechnik) über das in seinem Unternehmen etablierte Innovations-Team jüngerer Mitarbeiter. „Es kommen pfiffige Ideen dabei heraus.“

Joachim Streb (Gartencenter Streb) forderte die IPN-Teilnehmer dazu auf, sich gemeinsam für die Wiedereinführung eines verkaufsoffenen Sonntags im Gewerbegebiet Nord stark zu machen. „Ich komme mir vor wie ein Unternehmer zweiter Klasse“, sagte Streb, „verglichen mit den Firmen in der Innenstadt. Verkaufsoffene Sonntage müssen überall im Stadtgebiet ermöglicht werden“. Bernd Henne (Schwimmbad Henne) pflichtete Streb bei: „Unsere Kunden kamen an den Wochenenden aus einem wesentlich größeren Einzugsgebiet als werktags. Die Nachfrage nach verkaufsoffenen Sonntagen ist seitens der Kunden bis heute da“.

Markus Walter, Sprecher der Interessengemeinschaft Pforzheim-Nord, konstatierte, „das Grundproblem liegt im politischen Stuttgart – dort lassen sie keine zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage zu“. Zu den angenehmen Nebeneffekten des gesprächsintensiven IPN-Treffens zählte die Geldspende der Mitglieder an den Sterneninsel Kinder- und Jugendhospizdienst Pforzheim/Enzkreis.