nach oben
Die Herausforderungen der Digitalisierung stehen im Mittelpunkt des Zukunftsforums. Foto: Quique Garcia
Die Herausforderungen der Digitalisierung stehen im Mittelpunkt des Zukunftsforums. Foto: Quique Garcia
IHK-Präsident Burkhard Thost
IHK-Präsident Burkhard Thost
13.01.2017

Interview mit IHK-Präsident Burkhard Thost: „Digitalisierung trifft alle Firmen in der Region“

Das „Zukunftsforum 2030“ soll den Menschen in der digitalen Welt, der „Smart World“, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Renommierte Teilnehmer haben bereits zugesagt. IHK-Präsident Burkhard Thost spricht über die Veranstaltung, die im Rahmen des Goldstadt-Jubiläums stattfinden wird. „Was die Wirtschaft der Region Nordschwarzwald und die Tradition von Pforzheim verbindet, sind 250 Jahre Innovation und die reichen weit in die Zukunft.“ Internationale Experten werden am 21. und 22. Juni im CongressCentrum Pforzheim (CCP) zusammen mit den Teilnehmern über Visionen, Impulse und Strategiekonzepte der Zukunft im Nordschwarzwald diskutieren.

PZ: Herr Thost, was ist das Ziel des Zukunftsforums Nordschwarzwald?

Burkhard Thost: Baden-Württemberg gehört zu den innovativsten und dynamischsten Industriezentren in Europa. Der starke Wirtschaftsraum Nordschwarzwald gehört mit dazu. Die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald möchte hierzu mit dem „Zukunftsforum 2030 – Der Mensch in der Smart World“ ein Zeichen setzen.

Welche Zielgruppe haben Sie dabei im Fokus?

Zu relevanten Zukunftsthemen wollen wir mit den Themen ‚Innovation‘, ‚Global Challenges‘ und ‚Living Environment‘ gemeinsam mit internationalen Experten, Entscheidern und Vordenkern aus Wirtschaft und Politik die Weichen für die globale und digitale Zukunft aufzeigen. Wir haben das Forum als zweitägige Veranstaltung ausgelegt, um auch eine weitere Anreise lohnenswert zu machen. Mit unserem Partner Euroforum als führender Veranstalter von Wirtschaftskongressen möchten wir Unternehmer und Entscheider in ganz Deutschland auf das Zukunftsforum 2030 in Pforzheim ansprechen.

Können Sie schon etwas über die Inhalte sagen?

Der Fokus des Kongresses liegt auf der zukünftigen Stellung des Menschen in einer digital vernetzten und globalen Welt. International renommierte Experten werden grundlegende Impulse zu den Schlüsselfragen der Wirtschaft geben und mit unseren Gästen diskutieren. Wir haben ganz neue Zukunftsformate gewählt, um einen echten Dialog zwischen Publikum und Experten zu ermöglichen. Der Dialog steht im Vordergrund.

Was ist unter den drei Kernbereichen zu verstehen?

Im Bereich „Innovation“ wird ein Unternehmen wie Siemens darstellen, welche digitalen Lösungen ein klassisches Industrieunternehmen entwickelt, um sich für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig zu positionieren. Und David Hermanns vom Cyberforum – einem der weltweit größten IT-Cluster – wird aufzeigen, welche digitalen Services überhaupt Zukunftschancen haben und wo die Reise aus Sicht der IT-Unternehmen hingeht. Im Themenfeld „Living Environment“ geht es um die Veränderungen unseres unmittelbaren Umfeldes. Wie wird das Leben und Arbeiten in der Zukunft aussehen, wie sieht sich der Mensch in einer immer autonomer agierenden Maschinenwelt? In „Global Challenges“ geht es um die weltweiten Herausforderungen und Entwicklungen. Wir gehen der Frage nach, wie sich weltumspannende Wertschöpfungssysteme aufbauen lassen, die flexibel auf wechselnde Sicherheitslagen und Angriffe aus dem Netz reagieren können. Wir freuen uns, dass wir mit Professor Richard David Precht Deutschlands bekanntesten Philosophen haben gewinnen können. Natürlich darf auch ein Thema wie Blockchain nicht fehlen, das sich nicht nur anschickt, die Finanzwirtschaft zu revolutionieren, sondern auch in andere etablierte Bereiche vordringt, alte Strukturen verdrängt und neue Marktbedingungen schafft. Ebenso hat bereits der Chefstratege der BASF, Dr. Christoph Wegner, seine Teilnahme zugesagt.

Wo in Pforzheim finden die Veranstaltungen statt?

Als Veranstaltungsort für das Zukunftsforum haben wir das CongressCentrum in Pforzheim gewählt. Die Flexibilität der Location ermöglicht es, den individuellen Charakter herauszuarbeiten und von gängigen Veranstaltungsformaten abzuheben. Die optimale Verkehrsanbindung kommt überregionalen Gästen zugute.

Schafft es die IHK, die regionale Vielfalt zwischen Sternenfels und Alpirsbach so in den Kongress einzubinden, dass sich keiner der Teilräume benachteiligt fühlt?

Es geht im Zukunftsforum nicht um Detaillösungen einzelner Branchen, sondern um grundsätzliche Fragen, wie die Digitalisierung zu unserer Chance gemacht werden kann – ob in Alpirsbach, in Sternenfels, Ulm oder München, mit diesen Themen wird jedes Unternehmen konfrontiert werden.

www.zukunftsforum2030.de