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Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz im Gespräch mit Oberbürgermeister Peter Boch und WSP-Direktor Oliver Reitz (rechts).  Foto: WSP 

Investoren erwarten keine Immobilien-Krise: Pforzheim präsentiert sich auf der Fachmesse Expo Real

München/Pforzheim. Ungeachtet der wirtschaftlichen Abkühlung in Deutschland erwarten internationale Großinvestoren keine Immobilienkrise. International werde der deutsche Markt nach wie vor als stabil eingeschätzt, sagten Manager großer ausländischer Investoren bei der Eröffnung der dreitägigen Immobilienmesse Expo Real in München. „Wir glauben, dass Deutschland ein sehr starker Markt ist“, sagte Oliver Bastin, Chef des Luxemburger Projektentwicklers Immobel.

Auf der anderen Seite des Atlantiks wird das offensichtlich ebenso gesehen. „Es gibt eine ungeheure Nachfrage“, sagte Derek Jacobson, Finanzchef des New Yorker Immobilienunternehmens Madison. Die Manager rechnen jedoch damit, dass sich die Regulierung des deutschen Mietmarkts in Zukunft verschärfen wird – und andere Städte dem Beispiel des geplanten Berliner Mietendeckels folgen werden. Das könnte zumindest manche Investitionen in neue Wohnungen stoppen: „Wir haben uns deswegen aus einer geplanten Transaktion zurückgezogen“, berichtete Tony Smedley, Leiter des europäischen Kapitalanlagegeschäfts beim US-Immobilieninvestor Heitman.

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Stadt Pforzheim, vertreten durch ihren Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), auf der Expo Real, der größten europäischen Fachmesse für Immobilien und Investitionen, mit einem eigenen Messestand. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet diesmal die gewerbliche Entwicklung nördlich der A8 im sogenannten vierten Autobahnkleeblatt. Für das gesamte Areal zwischen Wartberg und Hohberg hat der WSP anlässlich der Expo Real ein dreidimensionales Modell anfertigen lassen, welches im Mittelpunkt des Messestandes steht. Schon am ersten Messetag, war zu spüren, dass die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Pforzheim bei Entwicklern und Investoren zunehmend geschätzt wird, heißt es in einer Pressemitteilung. So finden sowohl die neue Westtangente Beachtung als auch das Bestreben, entlang der A8 der nach wie vor hohen Nachfrage mit der Ausweisung weiterer Gewerbeflächen zu begegnen. „In unseren Gesprächen weisen wir darauf hin, dass Fläche ein sehr kostbares Gut ist, wodurch Bauweisen und Funktionen von Gebäude neu gedacht werden müssen – in Frage kommen hier beispielweise hybride Immobilien“, so WSP-Direktor Oliver Reitz. „Auch im Bereich der Mobilität haben wir neue Lösungsansätze diskutiert, beispielsweise Seilbahnverbindungen.“ Besondere Beachtung fand die erstmals vorgestellte Visualisierung des Zentrums für Präzisionstechnik. Als Mitaussteller vertreten ist wieder die Schäfer&Wunsch GmbH, die zu den fünf größten Immobilienmanagementunternehmen in Deutschland zählt.