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OBE-Geschäftsführer Carlo Burkhardt präsentiert Stefanie Seemann (Mitte) und Elisabeth Vogt von den Grünen ein Produkt des Unternehmens.
OBE-Geschäftsführer Carlo Burkhardt präsentiert Stefanie Seemann (Mitte) und Elisabeth Vogt von den Grünen ein Produkt des Unternehmens.
03.02.2017

Ispringer Firma OBE seit 20 Jahren auf Sparkurs beim Energie-Verbrauch.

Den Wasserverbrauch auf die Hälfte reduziert, den Energieverbrauch um 25 Prozent vermindert und den Einsatz von Bearbeitungsölen um satte 80 Prozent nach unten geschraubt. Das sind nur einige von zahlreichen Beispielen, wie die OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG seit 20 Jahren den Ressourceneinsatz minimiert. Für sein Engagement ist das Ispringer Familienunternehmen im Rahmen der Initiative „100 Betriebe Ressourceneffizienz“ ausgezeichnet worden – und dies als einzige Firma in Baden-Württemberg gleich doppelt.

OBE-Projekt eins – die Anguss-Rückführung: Die Ispringer stellen jährlich Millionen von Mikroschrauben her, die mit einem Sicherheitssystem ausgestattet sind. Im Einsatz ist resistenter Kunststoff, der präzise unter dem Schraubenkopf umspritzt ist. Dies verhindert beispielsweise, dass sich die Schraube an einer Brille nicht selbstständig löst. Der verwendete Kunststoff für eine Schraube ist im Verhältnis zum Anguss – also dem restlichen Material – sehr gering. Deshalb hat OBE ein Verfahren zur Regranulierung des Kunststoff-Angusses entwickelt. Dies ermöglicht einen mehrfachen Einsatz des Materials. Somit konnten 1,5 Tonnen Kunststoffgranulat pro Jahr eingespart werden. Dafür gab’s als Förderpreis 10 000 Euro und einen Platz in der Liste der 100 ressourceneffizienten Unternehmen.

OBE-Projekt zwei – Herstellung von Hartmagneten aus Recyclingmaterial: Ob Windkrafträder, Hybrid-Fahrzeuge oder Elektroautos, überall werden Magneten eingesetzt, in denen sogenannte seltene Erden verarbeitet sind, unter anderem Neodym (Nd). Das Material wird überwiegend in China mit umweltzerstörenden Methoden und gesundheitsschädlichen Folgen für die Beschäftigten hergestellt. Als Konsortialführer von 14 Partnern aus fünf europäischen Ländern betreut OBE ein EU-Förderprojekt namens REProMag. Vereinfacht beschrieben ist es nun möglich, beispielsweise Neodym in 100-prozentiger abfallfreier Herstellung zu recyceln. Das für drei Jahre geförderte Projekt ist mit einem Budget von 5,7 Millionen Euro ausgestattet. Zu den Partnern gehören unter anderem Siemens und Sennheiser sowie die Universität Birmingham.

Die Urkunde der 100-Betriebe-Auszeichnung überreichten gestern Stefanie Seemann, Enzkreis-Landtagsabgeordnete, und Elisabeth Vogt, Fraktionssprecherin im Kreistag, namens des Umweltministers Franz Untersteller (alle Die Grünen). OBE-Geschäftsführer Carlo Burkhardt informierte über das Unternehmen.