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Kamps-Filialleitern verabschiedet sich wegen Umstrukturierung.
Kamps-Filialleitern verabschiedet sich wegen Umstrukturierung © PZ-Archiv
26.10.2010

Kamps-Filialleiterin verabschiedet sich

PFORZHEIM. Die langjährige Leiterin der Kamps-Filiale an der Westlichen 45 in der Pforzheimer City verabschiedet sich zum 31. Oktober von der Kundschaft. Acht Jahre lang war Cordula Lohmann Franchisenehmerin. Sie begründet den Schritt mit „Umstrukturierungen innerhalb des Bäckereikonzerns“. Die 45-jährige gelernte Konditoreifachverkäuferin und Konditorin war 25 Jahre lang Stefansbäck beziehungsweise Kamps verbunden.

Sie hätte nun eine sechsstellige Summe investieren müssen, denn Kamps will die Filialen, die die Düsseldorfer noch selbst betreiben und nicht an die Bäckerei Lang (Stuttgart) verkauft haben, zu „Erlebnisbäckereien“ umrüsten, in der für den Kunden sichtbar rund um die Uhr frisch gebacken wird. 13 dieser „Backstuben“ gibt es bereits in deutschen Großstädten. Daraus sollen in den nächsten fünf Jahren 100 werden. Die an Lang verkauften Kamps-Filialen werden vom Frühjahr an wieder den Namen Stefansbäck tragen. Kamps war 2002 von Barilla geschluckt worden, doch dem italienischen Nudelkonzern war bald der Appetit auf die deutsche Großbäckerei vergangen. Lohmann wird nach eigenen Worten eine Auszeit nehmen. Sie schließt eine geschäftliche Zusammenarbeit mit Kamps in der Zukunft nicht aus. Schließlich sei man im Guten auseinander gegangen.Kritiker werfen Kamps vor, seine Franchisenehmer regelrecht auszuquetschen. ol