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Am Montag in Karlsruhe: Ein autonom fahrender Elektro-Mini-Omnibus überquert eine  Kreuzung. Foto: Anspach
Am Montag in Karlsruhe: Ein autonom fahrender Elektro-Mini-Omnibus überquert eine Kreuzung. Foto: Anspach
02.11.2016

Karlsruher Testfeld soll autonomes Fahren antreiben

Karlsruhe. Bei der Ausrichtung des Verkehrs und der Automobilindustrie hin zum autonomen Fahren will Baden-Württemberg seine führende Position verteidigen. Deshalb soll die Technik dafür in den kommenden Jahren in einem Testfeld in Karlsruhe und Umgebung entwickelt und erprobt werden. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) übergab dazu am Montag in Karlsruhe einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Es gehe darum, Baden-Württemberg als Mobilitätsland und als Standort der Automobilindustrie gegen starke Konkurrenz an der Spitze zu halten, so Hermann. „Wenn wir diese Entwicklung verschlafen, haben wir die Zukunft verschlafen.“

Die Aufgabe der Landesregierung sei es, das Thema voranzutreiben. Dabei gehe es aber nicht nur um technologische, sondern auch um gesellschaftliche Interessen. So dürfe autonomes Fahren nicht dazu führen, dass wieder mehr Autos in den Innenstädten unterwegs sind. Daher sei es richtig, auch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in das Testfeld mit einzubeziehen.

Das „Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren“ soll nach einer Anlaufphase im Herbst 2017 nach und nach seinen Betrieb aufnehmen. Etwa ein halbes Dutzend Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gehören zum Konsortium. Betreiber wird der Karlsruher Verkehrsverbund. Im Vergleich zu anderen Testfeldern ist in Karlsruhe besonders, dass hier neben Autobahnen und Landstraßen auch der Verkehr in der Stadt einbezogen wird.