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Der geplante Standort des ZPT bei der Hochschule Pforzheim.  PZ-Archiv
Der geplante Standort des ZPT bei der Hochschule Pforzheim. PZ-Archiv
19.07.2016

Klares Votum für Präzisionstechnik-Zentrum auf dem Hochschul-Campus

Ziel ist die langfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Goldstadt. Nach dem Nein des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe zum Bau eines Zentrums für Präzisionstechnik (ZPT) auf dem Campus der Hochschule Pforzheim versucht man nun, das Projekt gemeinsam mit dem Enzkreis zu realisieren (die PZ berichtete). Dafür stimmte gestern die Mehrheit im gemeinderätlichen Wirtschaftsförderungsausschuss.

Denn die RP-Ablehnung galt lediglich der Finanzierung des laufenden Betriebs in Höhe von jährlich rund 470 000 Euro im Pforzheimer Alleingang.Sechs Mitglieder, darunter Oberbürgermeister Gert Hager, unterstützten den vorliegenden Antrag, ein Stadtrat stimmte dagegen, zwei enthielten sich. Der Gemeinderat entscheidet endgültig am 26. Juli. Besonders die kleineren Fraktionen haben Bedenken wegen der hohen Folgekosten. Die ZPT-Idee selbst steht dabei außer Frage. Das Leuchtturmprojekt soll kleine und mittlere Unternehmen bei Forschung und Entwicklung unterstützen und Neugründungen in der Präzisionstechnik fördern.

Aus dem europäischen Fördertopf würden 70 Prozent der Investitionskosten von 7,5 Millionen Euro in den Bau des Präzisionstechnik-Zentrums fließen. Die Kreisräte im Enzkreis müssten jedoch einer Ein-Drittel-Beteiligung in Höhe von 150 000 Euro an den jährlichen Betriebskosten zustimmen – sonst scheitert das Projekt wohl.