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Die Bundesbürger geben mehr für den Konsum aus. Huland
Die Bundesbürger geben mehr für den Konsum aus. Huland
16.03.2016

Konsumlaune steigt

Wiesbaden. Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr so viel Geld für Konsum ausgegeben wie schon lange nicht mehr. Den Schwerpunkt legten sie dabei nicht auf große Anschaffungen, sondern auf flüchtige Vergnügungen. So trugen sie deutlich mehr Geld als im Jahr zuvor in Gaststätten und Restaurants, Hotels und Pensionen (plus sechs Prozent). Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte ließen sie sich 3,4 Prozent mehr kosten. Die Ausgaben für Wohnung und Energie kletterten wegen niedriger Heizölkosten nur um 1,1 Prozent. Die Konsumausgaben seien 2015 insgesamt so stark gestiegen wie seit 15 Jahren nicht

, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern anlässlich des Weltverbrauchertages mit. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Plus bei 1,9 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit dem Jahr 2000 (plus 2,1 Prozent). Vor allem der stabile Arbeitsmarkt und die weiter wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften wirken sich nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK positiv aus.

Zu den noch offenen Streitfragen in Sachen Konsum zählt die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sprach sich strikt gegen eine Ampelkennzeichnung aus. „Sie ist eine unzulässige Vereinfachung und klärt nur scheinbar über den gesundheitlichen Wert des Lebensmittels auf: Ein Orangensaft wäre zum Beispiel, was den Zuckergehalt angeht „rot“, eine Diät-Limonade „grün““, sagte der CSU-Politiker. Wenn es um individuelle Ernährungsgewohnheiten gehe, dürfe der Staat „nicht in die Kochtöpfe der Verbraucher hineinregieren.