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WFG-Geschäftsführerin Nadine Kaiser, Staatssekretär Peter Hofelich und Axel Blochwitz (von links) am Stand der Pforzheimer Firma Strohheker. Foto: INNONET
WFG-Geschäftsführerin Nadine Kaiser, Staatssekretär Peter Hofelich und Axel Blochwitz (von links) am Stand der Pforzheimer Firma Strohheker. Foto: INNONET
16.10.2015

Kunststoffmesse am Bodensee für regionale Aussteller eine Reise wert

Kleine bunte Verpackungselemente purzeln aus Maschinen, während nur Armlängen davon entfernt haushohe Robotik-Aggregate meterlange Bauteile durch die Luft wirbeln. Die Fakuma in Friedrichshafen ist weit mehr als eine Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung. Als Branchentreffpunkt mit überregionaler Strahlkraft besitzt sie gerade für die Unternehmen aus dem Nordschwarzwald herausragende Bedeutung. Unter dem Dach des Netzwerks Innonet Kunststoff präsentierten sich eine Woche lange zwölf Unternehmen einem internationalen Publikum. Und die Kunststoffbranche boomt.

Brechend volle Messhallen an fast allen Tagen sprechen eine deutliche Sprache. Ausstellungsfläche ist inzwischen akute Mangelware in Friedrichshafen und dies, obwohl die Messe mit 85.000 Quadratmetern reichlich davon zu bieten hat. Mehr als ein Drittel der knapp 50.000 Fachbesucher kommen aus dem Ausland und damit unterstreicht die Fakuma ihren Anspruch als Trend-Barometer und Branchentreff Nummer eins in Europa.

„Eine wichtige Messe für uns“, betonte Jörg Vetter von der Pforzheimer Firma Hermann Hauff. Mit dem Auftritt am Bodensee sei man zufrieden. „Viele potenzielle Kunden aus Baden-Württemberg suchen den direkten Kontakt. Das ist ein ermutigendes Zeichen für die nächsten Monate.“ Die Auftragsbücher im Werkzeug- und Formenbau seien ohnehin voll. Mit dem gemeinsamen Auftritt unter dem Dach des Innonets sei man sehr gut gefahren, ergänzte Geschäftsführer Martin Boch von Frey&Winkler aus Königsbach-Stein. Das Familienunternehmen ist seit einigen Wochen im Besitz der Kapitalgesellschaft Hannover Finanz. Der ausscheidende Firmenchef Rolf Winkler hatte keinen geeigneten Nachfolger gefunden. Für seine 160 Mitarbeiter ändere sich durch den neuen Mehrheitsgesellschafter nichts, vielmehr habe das Unternehmen dadurch eine sichere Zukunftsperspektive, heißt es. Frey&Winkler ist Zulieferer der augenoptischen Industrie und mit winzigen Silikonprodukten auch in der Medizintechnik erfolgreich. Zufrieden zeigte sich zum Abschluss der Fakuma auch die Firma Gindele aus Neuhausen.