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Machen Druck (von links): Sina, Wolfgang und Philipp Melter sowie Daniel Melter (Dritter von rechts). Beeindruckt zeigten sich WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer (links), Landrat Bastian Rosenau, OB Frank Schneider und Hochschul-Rektor Ulrich Jautz sowie Jochen Enke, Anette Popp und Ulrich Seibold vom Jobcenter Enzkreis. Foto: Enzkreis
Machen Druck (von links): Sina, Wolfgang und Philipp Melter sowie Daniel Melter (Dritter von rechts). Beeindruckt zeigten sich WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer (links), Landrat Bastian Rosenau, OB Frank Schneider und Hochschul-Rektor Ulrich Jautz sowie Jochen Enke, Anette Popp und Ulrich Seibold vom Jobcenter Enzkreis. Foto: Enzkreis
09.11.2018

Landrats-Delegation besucht Melter Druck und Firma Geissel in Mühlacker

Mühlacker. „Bei meinen Firmenbesuchen sind der Fachkräftemangel und die Situation auf dem Ausbildungsmarkt stets wiederkehrende Themen“, sagt Landrat Bastian Rosenau. Mit 230 Mitarbeitern ist die Melter Druck GmbH einer der größeren Arbeitgeber in Mühlacker. Das Leitungsteam um Geschäftsführer Wolfgang Melter informierte die Landrats-Delegation über aktuelle Herausforderungen der Branche und des Marktes. Herausforderungen sieht Melter unter anderem in der dynamischen Entwicklung bei der Digitalisierung.

Die Firma, 1912 gegründet, besteht heute aus mehreren Tochtergesellschaften und Divisionen und ist Marktführer in Europa bei den Printunternehmen mit Milliarden Werbesendungen pro Jahr. „Ein einziger Auftraggeber kann schon mal 130 Millionen Stück im Jahr bei uns ordern“, erklärte Melter. Zu den Kunden zählen Versicherungen, Banken und Handelsunternehmen. Im Portfolio hat die Firma nicht nur einfache Mailings, sondern auch Self- und Kreativmailer, vollpersonalisierte Produkte sowie Drucke mit Perforation, Stanzung, Rubbelflächen, Pop-ups und Jet-Labels.

Sogar Duft-Produkte, die nach Lebkuchen, Gras oder Neuwagen riechen, können hergestellt werden. „Unsere veredelten Erzeugnisse sorgen für Kundenbindung, zum Beispiel durch personalisierten Kundenkarten mit individuellem Barcode“, ist Wolfgang Melter überzeugt. Hinzu komme der flexible und innovative Komplett-Service sowie ein hochmoderner Maschinenpark – „damit wir im Wettbewerb eine Nasenlänge voraus sind.“

Ganz ähnliches erfuhren der Kreischef und seine Begleiter bei der Firma Geissel: Auch hier sorgen Hochtechnologie und motivierte Mitarbeiter dafür, dass das Familienunternehmen bereits in der vierten Generation floriert. Der Produzent für Präzisionsdrehteile, Kabelverschraubungen und Baugruppen für Industrie und Handel beschäftigt 120 Mitarbeiter in Mühlacker; hinzu kommen 40 Arbeitskräfte an einem eigenen Standort in Indien, den das Unternehmen 1994 begründet hat.

„Der anfangs mühsame Aufbau hat sich inzwischen mehr als bewährt“, betonten die Geschäftsführer Marc, Peter und Vanessa Seidel. Die Firma engagiert sich dort, aber auch regional und überregional in zahlreichen sozialen Projekten. Im Juni dieses Jahres wurde sie überdies für familienfreundliche Personalpolitik und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet. Auch die Ausbildungsquote sei sehr hoch, wie Bastian Rosenau erfreut vermerkte: 15 Azubis erlernen derzeit vier verschiedene Berufe.

Ihr Geld verdient die Geissel GmbH in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Antriebstechnik und Hydraulik; dabei ist der Automotive-Sektor nur mit knapp vier Prozent am Gesamtumsatz beteiligt. „Wir setzen schon seit einiger Zeit auf nachhaltige Fertigung“, hoben die drei Geschäftsführer hervor: So nutzt die Firma Regenwasser und zu 100 Prozent regenerative Energie, unter anderem durch eine eigene Photovoltaik-Anlage. Außerdem sind eine Ölabsaugung sowie Einrichtungen zur Wärmerückgewinnung im Einsatz. Für die Zukunft sind ein Kraft-Wärme-Kälte-Energiesystem und ein Verwaltungs-Neubau geplant.