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Einblicke aus erster Hand erhielten die Teilnehmer des Azubitags unter anderem bei „heco“. Foto: Roller
Einblicke aus erster Hand erhielten die Teilnehmer des Azubitags unter anderem bei „heco“. Foto: Roller
12.07.2019

Lehrlinge aus zwölf Enzkreis-Firmen tauschen sich aus

Remchingen. Eine Hand muss Dustin Günther immer auf dem Sensor liegen haben. Und ein Fuß muss immer auf einem Schalter stehen. „Sonst fährt der Stapler nicht los“, erklärt der 18-Jährige: „Eine Sicherheitsmaßnahme.“ Dustin weiß genau, wovon er spricht. Schließlich bedient er den Kommissionsstapler täglich im Rahmen seiner Ausbildung zum Fachlageristen, die er bei der Firma „heco“ in Remchingen absolviert.

Eine Ausbildung, die ihm viel Spaß macht: „Man hat immer Abwechslung“, sagt er: „Und man lernt jeden Tag etwas Neues dazu.“ Kein Wunder also, dass es Dustin nicht schwerfällt, sein Wissen an andere Auszubildende aus der Region weiterzugeben. Beim Azubitag führt er zusammen mit einigen Kollegen durch den Betrieb. Er erläutert die Inhalte der Ausbildung, berichtet von seinen Erfahrungen und zeigt die Abläufe. Bei den Azubitagen stellen sich die teilnehmenden Auszubildenden gegenseitig ihre Betriebe vor. Selbstständig gestalten sie ein Programm, bereiten eine Powerpoint-Präsentation und einen Firmenrundgang vor, bei dem sie von ihrer täglichen Arbeit berichten.

„Sehr interessant“

Dustin erzählt etwa, wie er im Hochregallager die Artikel zusammenstellt, die auf einem Kommissionier-Schein gelistet sind. Oder wie der von ihm bediente Stapler mithilfe eines Sensors automatisch anhält, wenn ein Hindernis im Weg steht. Die anderen Auszubildenden hören ihm aufmerksam zu. „Sehr interessant“, meint Marcel (17), der bei der Firma Eugen Geyer eine Werkzeugmechaniker-Lehre macht: „Das war mal etwas Neues.“ Auch bei Jennifer (20) kommt das Konzept gut an: „Ich finde es immer schön, neue Firmen kennenzulernen.“

Genau darum geht es den Organisatoren: Die Auszubildenden hätten Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, sich mit anderen Auszubildenden auszutauschen und andere Firmen in der Region kennenzulernen, erklärt Chiara Lippi, die den Azubitag bei „heco“ betreut. Zehn Firmen beteiligen sich dieses Mal an dem Projekt, das sich auch im neunten Jahr seiner Existenz großer Beliebtheit erfreut.

„Für die Auszubildenden ist das schon etwas Besonderes“, sagt Lippi. Rund 70 sind dieses Mal insgesamt dabei. Wegen der großen Teilnehmerzahl gibt es insgesamt drei Azubitage. Abhängig vom Programm, erhalten die Teilnehmer an jedem Tag Einblicke in drei bis vier Firmen.

Am ersten der drei Veranstaltungstage sind sie nicht nur bei heco und dessen Tochterunternehmen hecoform und heltec GmbH zu Gast, sondern auch bei den Firmen Eugen Geyer, Leicht+Müller und Firma Kunzmann.