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09.02.2016

Maple Bank in Frankfurt bleibt geschlossen

Frankfurt. Bei der von der Finanzaufsicht geschlossenen Frankfurter Maple Bank dauern die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung an. Während das Institut mit kanadischen Wurzeln gestern für den Geschäftsverkehr geschlossen blieb, setzten Staatsanwälte ihre Ermittlungen fort.

Die Finanzaufsicht Bafin hatte am Wochenende die Schließung der Bank angeordnet, weil ihr wegen einer notwendigen Steuerrückstellung die Überschuldung drohe. Die Bank bestätigte, dass die Rückstellung in Zusammenhang mit möglicherweise illegalen „Cum-Ex“-Aktiengeschäften aus den Jahren 2006 bis 2010 steht. Auch zahlreiche andere Banken und Einzelpersonen stehen im Verdacht, ähnliche Geschäfte rund um die Dividendentermine von Aktiengesellschaften betrieben zu haben. Dabei soll regelmäßig Kapitalertragsteuer hinterzogen worden sein.