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Schon in den vergangenen Jahren kümmerte sich Mario Elsässer vor allem um das Intersport-Geschäft. Nun gibt er den Jack-Wolfskin-Store ab.
Schon in den vergangenen Jahren kümmerte sich Mario Elsässer vor allem um das Intersport-Geschäft. Nun gibt er den Jack-Wolfskin-Store ab.
24.07.2015

Mario Elsässer gibt Leitung von Jack-Wolfskin-Filiale ab und konzentriert sich auf Intersport

Am liebsten würde er gar nicht darüber reden. „Es soll ein stiller Betreiberwechsel sein, den die Kunden gar nicht spüren“, sagt Mario Elsässer. Elsässer ist Geschäftsführer der Jack-Wolfskin-Filiale in der Pforzheimer Schlössle-Galerie. Nun gibt er den Store des Outdoor-Ausrüsters ab. „Ich konzentriere mich nur noch auf unser Intersport-Geschäft“, sagt er. Dort ist er vor einigen Jahren in die Geschäftsführung eingestiegen. Gemeinsam mit seinem Vater Karl-Wilhelm leitet er die Geschicke des Sportgeschäfts, das ebenfalls in der Schlössle-Galerie untergebracht ist.

Der Weg war zwar vorgezeichnet, doch zuvor galt es für den heute 37-jährigen Mario Elsässer, Erfahrungen zu sammeln. Und so übernahm er vor knapp neun Jahren den Jack-Wolfskin-Store. „Ich habe wichtige Erfahrungen gesammelt und viel gelernt“, sagt Elsässer. Mit 28 Jahren, als jüngster Wolfskin-Partner, plötzlich verantwortlich zu sein und selbst Entscheidungen treffen zu müssen, habe ihm weitergeholfen. Auch wenn es am Anfang nicht immer einfach war. „Aber mein Vater hat mich immer unterstützt und stand mir mit Rat und Tat zur Seite.“

Nun ist also Schluss, Ende Juli ist die Ära Elsässer bei Jack Wolfskin vorbei. „Es ist mir einfach zu viel geworden“, sagt Elsässer. Faktisch habe er die Leitung des Stores ohnehin schon in andere Hände gelegt. Der endgültige Wechsel ist also nur folgerichtig.

Von August an wird Jack Wolfskin unter neuer Leitung laufen, Arbeitsplätze und Personal bleiben. Eine Schließung der Filiale sei nicht in Frage gekommen. „Wolfskin wollte den Standort Pforzheim unbedingt behalten, er gilt als attraktiv“, sagt Elsässer. Und auch ihm sei es wichtig gewesen, dass es nicht zu einer Schließung kommt. Sonst wäre gleich wieder das Gerede aufgekommen, dass in Pforzheim nichts läuft und es bergab geht. „Dabei“, stellt Elsässer klar, „war der Store rentabel“. Und das, obwohl der ganz große Jack-Wolfskin-Boom Geschichte ist. Das Unternehmen gehört mittlerweile dem US-Investor Blackstone.

Völlig neues Gefühl

Am Freitag ist eine Art Räumungsverkauf gestartet – und für die Zukunft wird Mario Elsässer sich umgewöhnen müssen. Jack Wolfskin ist nicht mehr sein Laden, sondern vor allem Konkurrenz. Schließlich haben der Outdoor-Spezialist und das Intersport-Geschäft zumindest teilweise ein sehr ähnliches Sortiment: „Ich bin gespannt, wie es sich anfühlen wird, dass wir künftig Konkurrenten sind“, sagt Elsässer und lacht.