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Meyle+Müller – von der Agentur für Arbeit gewürdigt: (von links) Ingrid Müller, Martina Lehmann, Chefin der Arbeitsagentur sowie die Mitarbeiter Alice Kirstein, Atessa-Lena Wächter, Tobias Marks sowie Daniel Windelband (von links). Foto: Ketterl
Meyle+Müller – von der Agentur für Arbeit gewürdigt: (von links) Ingrid Müller, Martina Lehmann, Chefin der Arbeitsagentur sowie die Mitarbeiter Alice Kirstein, Atessa-Lena Wächter, Tobias Marks sowie Daniel Windelband (von links). Foto: Ketterl
02.03.2018

Meyle+Müller ausgezeichnet: Keine digitale Zukunft ohne Top-Nachwuchs

Pforzheim. Die Freude war groß, nicht nur bei Meyle+Müller-Geschäftsführerin Ingrid Müller, eine solche Würdigung durch die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim zu erfahren. Denn gerade mal ein, höchstens zwei Betriebe erhalten jährlich diese Auszeichnung für „herausragendes Engagement in der Nachwuchsförderung“.

Niemand kann sich hierfür bewerben, sondern die Agentur für Arbeit vergibt dieses Zertifikat an das jeweilige Unternehmen aus dem Pool von 15.000 Betrieben im Bezirk aufgrund von Wissen, Empfehlungen und der Erfahrung der Agentur-Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Kriterien sind die Ausbildungsquote, die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, ein überdurchschnittliches soziales Engagement im Bereich der Ausbildung und nicht zuletzt natürlich die Ausbildungsqualität.

„Der erfolgsversprechendste Faktor bei der Personalrekrutierung ist die Ausbildung“, betont denn auch Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Arbeitsagentur Nagold-Pforzheim. Dem kann Ingrid Müller nur beipflichten, lässt doch das eigenen Unternehmen nichts unversucht, sich für eine sich immer dynamischer entwickelnde digitale Zukunft auch personell zu rüsten. So liegt die Ausbildungsquote bei den gut 330 Mitarbeitern (Meyle+Müller 250, das Tochterunternehmen Apollon 80) bei über zehn Prozent. Im Kammerbezirk bringen es die Unternehmen gerade mal auf knapp sechs Prozent.

Dank immenser Anstrengungen, habe man erreicht, so erzählt die Meyle+Müller-Geschäftsführerin, dass trotz höchster Anforderungen an die Ausbildungsplatz-Bewerber, stets alle Stellen besetzt werden können. Eine Übernahmequote von über 90 Prozent bei den 36 Auszubildenden spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Neben dem erarbeiteten Renommee in Sachen Ausbildung, trage sicherlich auch dazu bei, dass gut 50 Praktikante jährlich ins Unternehmen schnuppern können. Alle, die hier ein Praktikum gemacht hätten, würden sich auch um eine Ausbildungsstelle bewerben.

Das Spektrum reicht dabei vom Fachinformatiker über den Mediengestalter bis hin zum Kaufmann, ergänzt durch ein Studium in sechs Fachrichtungen mit beruflicher Begleitung.

Doch die fachliche Qualifizierung, so betont man bei Meyle+Müller, sei nicht alles: Der Einsatz unterschiedlicher außerbetrieblicher Maßnahmen soll dem Auszubildenden oder Studenten einen Blick über den Tellerrand ermöglichen. Der Besuch etwa im Klettergarten oder eine Teilnahme bei der Vesperkirche sind nur zwei Beispiele. Auch seiner sozialen Verantwortung ist man sich bei Mehle+Müller bewusst: Zwei bis drei junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen erhalten jährlich eine Einstiegsqualifizierung.