Mittelstand besorgt um Fachkräfte

Frankfurt. Der Mangel an Fachkräften frisst sich durch Deutschlands Wirtschaft. In einer repräsentativen Umfrage der DZ Bank und des Bankenverbandes BVR nannten 96 Prozent der 1501 befragten Unternehmen Fachkräftemangel als drängendstes Problem. DZ Bank und BVR sprachen in einer gemeinsamen Mitteilung von einem „alarmierenden Rekordwert“. Bei der Umfrage im vergangenen Herbst lag der Wert noch bei 79 Prozent.

Fast drei Viertel der Befragten gaben zudem an, unter bürokratischen Herausforderungen zu leiden. „Fachkräftemangel und Bürokratie haben sich in den letzten Jahren zu chronischen Problemen entwickelt und betreffen hierzulande immer mehr Unternehmen“, sagt Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank.

Um sich als Arbeitgeber attraktiver zu machen, bieten viele Betriebe ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterbildung (rund 86 Prozent), denken über Gehaltserhöhungen nach (79 Prozent) oder locken mit einer betrieblichen Altersvorsorge (76 Prozent). Trotz der Abkühlung der Konjunktur bewertet die große Mehrheit der Unternehmen (86 Prozent) ihre Geschäftslage noch als positiv, auch wenn die Zahl der Optimisten im Vergleich zur Herbstumfrage leicht sank. Deutschlands Mittelständler seien „gut gerüstet, um sich in einem schwierigen Gesamtumfeld zu behaupten“, erklärte BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin. Nach wie vor wollen gut drei Viertel der Unternehmen (rund 78 Prozent) in den nächsten sechs Monaten investieren - vor allem in Maschinen und Anlagen.