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Qill auf den Chefsessel: der Pforzheimer Volksbanker Jürgen Zachmann (links) - Als Sitz der künftigen Volksbank Pforzheim/Karlsruhe im Gespräch: das Karlsruher Verwaltungsgebäude (rechts).
Qill auf den Chefsessel: der Pforzheimer Volksbanker Jürgen Zachmann (links) - Als Sitz der künftigen Volksbank Pforzheim/Karlsruhe im Gespräch: das Karlsruher Verwaltungsgebäude (rechts). © Dietz
Der Verwaltungssitz der Volksbank Karlsruhe an der Ludwig-Erhard-Allee ist ein architektonischer Blickfang. Foto: Volksbank Karlsruhe
Der Verwaltungssitz der Volksbank Karlsruhe an der Ludwig-Erhard-Allee ist ein architektonischer Blickfang. Foto: Volksbank Karlsruhe
23.11.2016

Muss Volksbank-Chef umziehen? - Diskussion um Besetzung des Vorstands und den künftigen Firmensitz

Mit Fusionen unter Gleichen ist das so eine Sache: Beide wollen das Sagen haben. Auch beim geplanten Zusammenschluss der Volksbanken Pforzheim und Karlsruhe wird über Vorstandsposten und den künftigen Firmensitz gepokert.

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Die Volksbanken Pforzheim und Karlsruhe wollen fusionieren. Ist das sinnvoll?

Ja 37%
Nein 41%
Weiß nicht 22%
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Dass nicht alle aktuellen Vorstände im künftigen Gremium einen Sitz haben werden, ist sicher. Falls der Pforzheimer Jürgen Zachmann den Vorstandsvorsitz übernimmt, dürfte Karlsruhe neben dem Amt des stellvertretenden Vorsitzenden auch den Hauptsitz der größten badischen Genossenschaftsbank beanspruchen. Dann müsste Zachmann sein Chefbüro im Pforzheimer VolksbankHaus räumen und in die Fächerstadt pendeln. Immerhin erwartet ihn dort ein architektonisch ansprechendes Verwaltungsgebäude.

Ohne Kündigungen

Dass bei einem drohenden Stellenabbau in der Verwaltung beider Banken alles ohne betriebsbedingte Kündigungen abläuft, dafür will die Betriebsratsvorsitzende Elke Gellert mit ihren Kollegen in Pforzheim und Karlsruhe sorgen. „Wir sind in Kontakt.“ Sie geht davon aus, dass neben der natürlichen Fluktuation auch Vorruhestandsregelungen genutzt werden. Von bis zu 120 Stellen ist die Rede, die mittelfristig eingespart werden könnten, falls es zu einer Fusion kommt.

Am 25. Januar 2017 sollen in beiden Häuser Mitarbeiter-Informationen stattfinden. Im Mai sollen dann die Vertreterversammlungen aufgrund des bis dahin vorliegenden Verschmelzungsgutachtens über den Zusammenschluss entscheiden. Jeweils 75 Prozent müssen den Plänen zustimmen. Davon geht Joachim Wohlfeil, Handwerkskammerpräsident und Aufsichtsratschef der Volksbank Karlsruhe, aus, falls die Zahlen stimmen. „Da es sich um zwei gesunde Banken handelt, habe ich da keine Bedenken.“ Die Fusion mache Sinn. Turbulent sei es damals in der Vertreterversammlung der Volksbank Durlach zugegangen, die von Karlsruhe übernommen wurde, erinnert sich Wohlfeil. Der Zusammenschluss habe dann aber wunderbar funktioniert. Ähnliches wünscht sich der Karlsruher Handwerkskammer-Chef auch für die Sondierungsgespräche mit der Volksbank Pforzheim. Zur Person des künftigen Vorstandschefs der fusionierten Genossenschaftsbank wollte er sich noch nicht äußern. „Das ist noch viel zu früh.“ Auch nicht, wer dann den Aufsichtsrat führen wird. Sein Pforzheimer Kollege Gerhard Bossert scheidet dort altersbedingt aus. Das gilt übrigens auch für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Fritz Schäfer.

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