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Soll Ruhe in den Konzern bringen: Ceconomy-Chef Pieter Haas. Foto: Gambarini
Soll Ruhe in den Konzern bringen: Ceconomy-Chef Pieter Haas. Foto: Gambarini
15.02.2018

Mutter von MediaMarkt-Saturn will Gesellschafterstreit beilegen

Düsseldorf. Die Elektronikkette Ceconomy (MediaMarkt, Saturn) und die Familie des verstorbenen Minderheitsaktionärs Erich Kellerhals wollen einen Schlussstrich unter den jahrelangen Streit ziehen und getrennte Wege gehen. „Es wird keine gemeinsame Zukunft geben“, sagte Ceconomy-Chef Pieter Haas gestern auf der Hauptversammlung der Elektronikkette. Darüber seien sich beide Seiten einig. Wie die Trennung genau erfolgen soll, darüber wolle man sich nun zügig verständigen.

Hintergrund: Kellerhals hatte sich beim Verkauf seiner Media-Markt-Mehrheit eine Beteiligung und Vetorechte beim Nachfolgeunternehmen gesichert. In den vergangenen Jahren sah er sich durch den Mehrheitseigentümer und die Unternehmensführung an den Rand gedrängt und kämpfte um sein Lebenswerk. Der Streit beschäftigte auch die Gerichte. Zuletzt wurde ein Mediator eingeschaltet, um zu vermitteln.

Zu einer offiziellen Einigung kam es vor dem Tod von Kellerhals nicht mehr. Beide Seiten wollen nun jedoch laut Haas den seit Jahren schwelenden Gesellschafterstreit möglichst schnell beilegen. Aus strategischer Sicht stehe dieses Thema „ganz oben auf der Agenda“ des Konzerns, sagte Haas. Nach der Hauptversammlung werde man den Gesprächsfaden wieder aufnehmen. Ceconomy habe mit der Kellerhals-Firma Convergenta „Vereinbarungen für einen offenen und konstruktiven Dialog getroffen“, sagte Haas.