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19.07.2017

Nachfrage hoch: Handwerker bestens ausgelastet

Karlsruhe. „Die Nachfrage nach Handwerksleistungen war im letzten Quartal hoch und wenn sich die Geschäfte in den nächsten Monaten so entwickeln wie prognostiziert, setzt sich die positive Konjunktur für unsere Betriebe fort“, so Präsident Joachim Wohlfeil in einer Pressemitteilung zur Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Karlsruhe für das zweite Quartal 2017. Drei von vier Betrieben (75,4 Prozent) geben ihrer Geschäftslage die Note gut, 5,2 Prozent bewerten die Geschäftslage als mangelhaft. Die Stütze der Konjunktur liegt nach wie vor im Bausektor. Im Bauhauptgewerbe melden 80 Prozent aller Betriebe eine gute Geschäftslage, 20 Prozent liegen im neutralen Mittelfeld. Die Betriebsauslastung ist dort weiter gestiegen, die Aufträge reichen derzeit für mehr als zwölf Wochen.

Kein Wunder, dass auch die zukünftige Geschäftslage positiv bewertet wird: 86,7 Prozent aller befragten Betriebe im Bauhauptsektor rechnen mit weiterhin guten Geschäften. Auch das Ausbauhandwerk ist bestens ausgelastet. 80,8 Prozent der befragten Unternehmen sprechen von einer guten Geschäftslage. Weitere 15,4 Prozent sind zufrieden. Nur bei 3,8 Prozent erfüllten sich die Erwartungen im Berichtsquartal nicht. Wer einen Maler, Klempner, Heizungsbauer oder Elektrotechniker beauftragen will, muss bei größeren Aufträgen mit Wartezeiten über zehn Wochen planen. Zu der positiven Konjunktureinschätzung trägt der private Konsum im zweiten Quartal wesentlich mit bei. Die Dienstleistungshandwerke melden gute Zahlen und auch der Ausblick für das dritte Quartal ist von Zuversicht geprägt.

Geld für Investitionen

Die hohe Betriebsauslastung spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung der Unternehmen im Kammerbezirk wider. Nahezu jeder zweite Betrieb kann ein Umsatzplus in den letzten Wochen verbuchen, während fast jede achte Firma ein Minus einfährt. Zu der guten Entwicklung im Kammerbezirk habe auch die Investitionsfreude der Betriebe und Verbraucher beigetragen. Laut Konjunkturumfrage haben 61,8 Prozent der befragten Betriebe zuletzt Geld für Maschinen und Ausrüstung in die Hand genommen und damit in die Zukunft investiert.