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Mercedes-Kunde mit Verkäufer in Guangzhou, China. Foto: dpa/Chen
Mercedes-Kunde mit Verkäufer in Guangzhou, China. Foto: dpa/Chen
13.07.2018

Nachfrage nach deutschen Oberklasse-Autos wächst weiter

München/Stuttgart. Deutsche Oberklasse-Autos sind weltweit gefragt wie nie: Mercedes, BMW, Audi und Porsche haben im ersten Halbjahr jeweils mehr Fahrzeuge verkauft als in der ersten Hälfte 2017.

Zusammen erreichten sie einen Marktanteil von rund 80 Prozent – und das liege auch an ihren Innovationen, sagte Experte Stefan Bratzel von der Fachhochschule Bergisch-Gladbach am Donnerstag. Bei den Verkaufszahlen hat Mercedes-Benz weiter klar die Nase vorn, vor allem dank der Nachfrage im größten Automarkt China. Während es für die Stuttgarter in Europa und den USA im ersten Halbjahr etwas schlechter lief, legte ihr Absatz in China um 16 Prozent zu. Mit 340.000 verkauften Autos waren sie dort weit vor Audi und BMW.

Insgesamt wuchs der Mercedes-Benz-Absatz von Januar bis Juni um 3,9 Prozent auf 1,19 Millionen Autos. Treiber war die E-Klasse. BMW legte bei seiner Kernmarke um 2,0 Prozent zu und verkaufte 1,06 Millionen Wagen. Im Gegensatz zu den Konkurrenten aus Stuttgart und Ingolstadt steigerten die Münchner ihren Absatz sowohl in China als auch in Europa und den USA. Doch der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Brexit stellten alle deutschen Autobauer vor Probleme, sagte Bratzel. BMW und Mercedes-Benz wären nicht nur von höheren US-Zöllen auf Importautos betroffen, sondern auch von höheren chinesischen Zöllen auf Autos aus den USA. Beide Hersteller bauen in ihren US-Werken Geländewagen, die sie auch nach China exportieren.

Mit knapp 130.600 ausgelieferten Fahrzeugen weltweit verbuchte Porsche ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und den höchsten Halbjahreswert überhaupt.