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Präsentieren nepalesische Handwerkskunst auf der Konsumgütermesse in Frankfurt: Filz-Designerin Gabriele Schenke aus Keltern-Weiler und Kiran Kumar Dangol, Chef von „Lotus Paper Crafts“ aus Kathmandu. Foto: Löffler
Präsentieren nepalesische Handwerkskunst auf der Konsumgütermesse in Frankfurt: Filz-Designerin Gabriele Schenke aus Keltern-Weiler und Kiran Kumar Dangol, Chef von „Lotus Paper Crafts“ aus Kathmandu. Foto: Löffler
01.09.2015

Nepal-Kennerin aus dem Enzkreis hilft nach Katastrophe mit Messe-Auftritt

Frankfurt/Keltern. Die Erde bebt und Tausende Menschen in Nepal sterben oder werden verletzt. Im April dieses Jahres kollidiert die indische mit der Eurasischen Platte. Die tektonische Verschiebung verursacht ein Erdbeben mit der Stärke 7.8. „Nepal 7.8“ betitelt Gabriele Schenke deshalb den Messestand auf der viertägigen „Tendence“ in Frankfurt. Noch bis heute präsentiert die Filz-Designerin aus Keltern-Weiler gemeinsam mit Kiran Kumar Dangol, dem Chef von „Lotus Paper Crafts“ aus Kathmandu, hochwertige nepalesische Handwerkskunst auf der Konsumgütermesse.

Unter dem Schlagwort „Hilfe zur Selbsthilfe“ will die Nepal-Kennerin mit Kontakten zu dortigen Kleinmanufakturen dem gebeutelten Volk dazu verhelfen, sich selbst aus dem Katastrophen-Sumpf zu ziehen. Und wie? „Die Menschen stellen hervorragende handgearbeitete Produkte her. Die Messepräsentation soll uns ermöglichen, Aufträge zu bekommen.“ Die Frankfurter Messeleitung sponserte übrigens die Standfläche (die PZ berichtete).

Im Angebot am Stand: Samtweiche Schals aus Bambus oder Kaschmir sowie von Hand gefertigte Papierprodukte wie beispielsweise hochwertige Tapetenbahnen, stabile Einkaufstaschen, Notizbücher – alles aus umweltfreundlicher Fertigung ohne Kinderarbeit. Ausgangsmaterial des handgeschöpften Papiers: die Lokta-Pflanze, die in den Bergen des Himalaya wächst.

Sind Schenkes Erwartungen erfüllt worden? Ihre Halbzeitbilanz gegenüber der PZ: „Wir hatten internationales Publikum an unserem Stand. Die Reaktionen waren durchweg positiv.“ Gut angekommen sei, dass die nepalesische Ware direkt und ohne Zwischenhändler importiert werde. Vor allem aber: „Immer wieder wurde die gute Qualität der Produkte hervorgehoben.“ Es seien auch Aufträge geschrieben worden. Indes: Einige potenzielle Kunden hätten es sehr bedauert, „dass sie unseren Stand erst spät entdeckt und ihre Orders schon anderweitig getätigt hatten.“ Dennoch: „Wir haben ein Ziel erreicht, die Menschen sind für Nepal sensibilisiert worden.“

www.lotuscrafts.com