nach oben
Werben für Klimaschutz beim Bauen (von links): Armin Holdschick (ebz), Edith Marqués Berger und Wolfgang Herz (beide Landratsamt), Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Gerd Lutz (Handwerkskammer), Cordula Witzig und Carola Keitel (Stadt Pforzheim) und Ute Matysek (Handwerkskammer).
Werben für Klimaschutz beim Bauen (von links): Armin Holdschick (ebz), Edith Marqués Berger und Wolfgang Herz (beide Landratsamt), Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Gerd Lutz (Handwerkskammer), Cordula Witzig und Carola Keitel (Stadt Pforzheim) und Ute Matysek (Handwerkskammer).
14.07.2017

Netzwerk verspricht Hilfe bei Suche nach Partnern für Bauen und Energie

Klimaschutz hört nicht an der Kreisgrenze auf – das haben auch die Verantwortlichen in Stadt und Enzkreis, bei der Handwerkskammer Karlsruhe und der Architektenkammer erkannt.

Mit dem neugegründeten regionalen Netzwerk „Fachpartner Bauen und Energie“ will man den gesetzten Klimazielen ein großes Stück näher kommen. Schließlich will der Enzkreis die CO2-Emissionen bis 2020 um 25 Prozent senken und bis 2050 eine grüne Null schreiben, was Klimaneutralität bedeuten würde, wie Erster Landesbeamter Wolfgang Herz anmerkt. Bei Null anfangen müssen die regionalen Akteure freilich nicht, denn das Netzwerk läuft bereits in der Region Karlsruhe/Mittelbaden, wie Gerd Lutz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Karlsruhe, erläuterte. „Fachpartner Bauen und Energie“ sei ein Qualitätsnetzwerk, das Bauherren und Gemeinden beim Klimaschutz unterstützen soll.

Ganz im Sinne von Auto-Pionier Henry Ford: „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ein Fortschritt, zusammenarbeiten ein Erfolg“ schmiede man nun weitere Allianzen, ergänzte Herz. Das Netzwerk besteht aus Energieberatern, Architekten, Handwerkern, Banken und Bausparkassen, die Leistungen in den Bereichen energetische Sanierung und Neubau anbieten. Auf der Homepage können regionale Experten für Neubau, Sanierung und Energietechnik gesucht werden. „Es ergänzt die bisherige Handwerkersuche der Innungsbetriebe auf unserer Homepage“, sagt Experte Armin Holdschick vom Energie- und Bauberatungszentrum ebz.

Die Handwerkskammer hat es im Rahmen der Fachpartner-Datenbank übernommen, die Betriebe bei der Einhaltung ihrer Fortbildungsverpflichtung zu unterstützen. „Seit 2013 wurden bereits über 1300 Teilnehmer im Bereich der Energieeffizienz geschult“, so Lutz. Die gelisteten Fachpartner sind alle in der Region tätig. „Um die Qualifizierung der eingetragenen Firmen sicherzustellen, fordern wir von diesen einen laufenden Fortbildungsnachweis von 16 Stunden pro Jahr.“ Mit der Eintragung erhalten die teilnehmenden Betriebe die Berechtigung, das Zertifikat „Fachpartner Bauen und Energie“ zu verwenden. „Ein Energieberater wird künftig so wichtig wie heute ein Steuerberater“, betont Edith Marqués Berger, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz im Enzkreis. Die Internet-Plattform soll künftig bei der Suche nach Handwerkern helfen, aber auch Infos vermitteln.

www.fachpartner-bauen-energie.de