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Grund zum Feiern hatte Rutronik im Jahr 2014 beim Richtfest für das Logistikzen-trum in Eisingen, das vor eineinhalb Jahren bezogen wurde. Der nächste Neubau soll in Pforzheim entstehen. Unser Archivbild zeigt Bauleiter Hartwig Franke, Firmengründer Helmut Rudel, Projektmanager Tobias Härtenstein und Firmenchef Thomas Rudel (von links)./PZ-Archiv
Grund zum Feiern hatte Rutronik im Jahr 2014 beim Richtfest für das Logistikzen-trum in Eisingen, das vor eineinhalb Jahren bezogen wurde. Der nächste Neubau soll in Pforzheim entstehen. Unser Archivbild zeigt Bauleiter Hartwig Franke, Firmengründer Helmut Rudel, Projektmanager Tobias Härtenstein und Firmenchef Thomas Rudel (von links)./PZ-Archiv
01.03.2017

Neubau geplant: Rutronik will in der Goldstadt expandieren

Die Firma Rutronik wurde von Vertriebsingenieur Helmut Rudel im Jahr 1973 in einer Garage in Ispringen gegründet – heute ist das Familienunternehmen mit 1400 Mitarbeitern drittgrößte Vertriebspartner von elektronischen Bauelementen in Europa und liegt weltweit auf Platz elf.

Und wenn das rasante Wachstum des Großhändlers anhält, wird das erst vor zwei Jahren in Eisingen bezogene neue Logistikzentrum schon in wenigen Jahren zu klein sein, das für einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro konzipiert war.

„Wir sind gut unterwegs und wollen unseren Umsatz in den nächsten sieben Jahren verdoppeln“, bestätigte gestern Thomas Rudel auf Anfrage der PZ. Deshalb könnte auch die Erweiterung der Logistikkapazitäten schon früher notwendig werden als zunächst geplant. Für die Ispringer Rutronik-Geschäftsführung um Thomas Rudel – Sohn des Firmengründers und seit 2008 in der unternehmerischen Verantwortung – der Anlass, sich ein geeignetes Grundstück in der Region zu sichern, weil in Eisingen eine Erweiterung aus geographischen und naturschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist. „Wir stoßen dort bald an unsere Grenzen.“

Nach PZ-Informationen hat sich Rutronik deshalb bereits um eine Kaufoption bis zum Jahr 2020 für einen über zwei Hektar großen Bauplatz im Pforzheimer Gewerbegebiet Buchbusch bemüht. Der Gemeinderat muss darüber in seiner Sitzung am 4. April entscheiden. Zuvor beraten noch der Ortschaftsrat Eutingen sowie der Bau- und Liegenschaftsausschuss am 15. März.

Im Buchbusch könnte in der Nähe von Amazon in den nächsten Jahren ein Lager- und Bürogebäude mit 300 bis 400 zusätzlichen Mitarbeitern entstehen. Um diese Entwicklungsmöglichkeiten in der Goldstadt zu nutzen, bemüht sich Rutronik um die Kaufoption für das städtische Grundstück. Sollte die Option genutzt werden, könnte der Bau auch schon vor 2020 beginnen.