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Unterzeichnen die Kooperation für die nächsten drei Jahre: Geschäftsführer der SWP Herbert Marquard und Matthias Morlock, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis. Foto: Moritz
Unterzeichnen die Kooperation für die nächsten drei Jahre: Geschäftsführer der SWP Herbert Marquard und Matthias Morlock, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis. Foto: Moritz
11.07.2019

Neuer Vertrag mit den Stadtwerken sichert 900 Betrieben günstige Energiepreise

Pforzheim. Die Kooperation zwischen den Stadtwerken Pforzheim (SWP) und der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis ist für die nächsten drei Jahre besiegelt. In einer Neuauflage des Rahmenvertrags haben beide Partner den 900 Mitgliedsbetrieben der regionalen Innungen günstige Konditionen für den Energiebezug gesichert.

„Kooperationen mit regionalen Pforzheimer Innungsbetrieben haben für die SWP einen hohen Stellenwert“, sagte Geschäftsführer Herbert Marquard bei der Vertragsunterzeichnung im Verwaltungsgebäude im Brötziger Tal. „Auftragsvergaben jeglicher Art werden idealerweise an regionale Betriebe vergeben, um die Wirtschaft der Region Pforzheim und den Enzkreis zu stärken.“

Damit profitiert das Handwerk und die rund 8000 Beschäftigten der beteiligten Betriebe vom Individualtarif der SWP – wer viel Energie verbraucht, für den kann eine individuelle Beschaffung gestaltet werden, weil größere Mengen besser kalkulierbar seien, betonte Aik Wirsbinna, Bereichsleiter Vertrieb und Kundenservices. In der Praxis heißt das: rund zwei Cent Preisvorteil, was etwa sieben bis acht Prozent entspreche.

Doch der günstige Preis für Gas und Strom ist nicht der entscheidende Grund für die seit 1999 währenden Partnerschaft, stellte Matthias Morlock, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft klar. Billig sei nicht die Philosophie, für die das Handwerk stehe. Nach dem Motto „Aus der Region, in die Region“ setze das lokale Handwerk ein Signal und arbeite seitdem, „Hand in Hand“ mit der SWP zusammen. Das sei nicht selbstverständlich, fügte Morlock hinzu. In kaum einer anderen Region sei diese Zusammenarbeit so gut. „Da funkt es zwischen Betrieben und den Versorgern. Und das ist nicht gut.“

Auch Marquard unterstrich, dass die Versorgungssicherheit nicht trennbar sei. Und: „Wir wollen diese Kooperation und die Kontakte zu den einzelnen Betrieben“ – auch im Hinblick auf die Dienstleistungen, mit denen die SWP Geld verdienen.

Die „Win-Win-Situation“ besteht nun bis 2022 – erst dann werden die Partner sich wieder an den Tisch setzen und ihre Zusammenarbeit ausloten. Denn die werde in Zukunft noch wichtiger sein, um im Wettbewerb dauerhaft erfolgreich zu sein. Gerade wegen der steigenden Energiepreise „macht es aktuell durchaus Sinn, einen langfristigen Energievertrag bei den SWP abzuschließen“, so Marquard.