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Sina Dornbach (links) und Michael Kopf (rechts) präsentieren die neuen Werbegesichter der Volksbank Pforzheim: Alexander, Sarah, Lena und Selina.  Meyer
Sina Dornbach (links) und Michael Kopf (rechts) präsentieren die neuen Werbegesichter der Volksbank Pforzheim: Alexander, Sarah, Lena und Selina. Meyer
15.03.2019

Neues Jugendmarktkonzept: Das sind die fünf neuen Werbegesichter der Volksbank Pforzheim

Pforzheim. Der Spagat zwischen lockerer Jugendansprache und seriöser Unternehmensbotschaft ist schwierig. Manchmal kann sie nach hinten losgehen. Die Volksbank Pforzheim stellte sich dieser Herausforderung. Mit fünf Werbegesichtern aus der Region möchte das Finanzinstitut ab 25. März junge Kunden ansprechen: Sarah (13), Selina (18), Alexander (20), Lena (19) und Merve (26) setzten sich aus über 50 Bewerben durch.

Unter dem Motto „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ erzählen die Jugendlichen auf Plakaten und in kurzen Videos, die auf Instagram und Facebook zu sehen sind, von ihren Zielen, Träumen und Wünschen.

Da ist beispielsweise die 19-jährige Lena. Sie möchte ihr eigenes Fitnessstudio aufmachen und als Influencerin durchstarten, Selina arbeitet an der Bewerbung um ihren Traumstudienplatz an Hochschule Pforzheim: International Business. Und Alexander will nach dem Studium erstmal auf Weltreise gehen. „Mit unserer genossenschaftlichen Beratung helfen wir ihnen dabei“, sagt Sarah Supper, Projektleiterin des Jugendmarktkonzepts. Dazu zählen: Das GrowUpKonto, das ab der Geburt bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei ist, die Kreditkarte activeYoung, sogenannte GrowupCards, die zahlreiche Vergünstigungen für die jeweilige Zielgruppe bereithalten sowie zahlreichen Events. „Wir wollen Emotionen schaffen und gemeinsam Veranstaltungen in der Region erleben“, sagt Supper.

Zweifel, ob sich solch eine Kampagne überhaupt lohnt, räumt Bereichsleiter Michael Kopf aus dem Weg: „Wir wollen junge Kunden länger an uns binden. Dafür bieten wir auch viele mobile Services an, damit sie mit der Bank verbundenbleiben, wenn sie beispielsweise für das Studium in eine andere Stadt wegziehen.“ Insgesamt 80 digitale Leistungen umfasst das Online-Angebot. Deshalb holt die neue Kommunikation, die Jugendlichen dort ab, wo sie sich bewegt: auf Instagram und Facebook. „Der Service geht in Richtung Digitalisierung. In Zukunft werden Menschen vermehrt via Chat sich mit ihrem Berater unterhalten“, so Kopf. Die Beratung vor Ort werden die digitalen Dienstleistungen aber nicht ersetzen, versichert Kopf.

Bei Plakaten und Videos belässt es die Genossenschaftsbank abernicht. Die Mitarbeiter drücken vielmehr die Schulbank. Das Ziel: Schülern das Thema finanzielle Bildung nahezubringen. An mehr als 100 Schulen im Geschäftsgebiet der Volksbank gibt es bereits solche Kurse. Die Berater versuchen, altersgerecht im Unterricht zu erklären, wie ein Handy zur Kostenfalle werden kann, wie sie mit Taschengeld umgehen können und wie der Wirtschaftskreislauf aufgebaut ist.

Für die fünf Helden beginnt nun ein spannendes Jahr. Bei unterschiedlichen Veranstaltungen der Bank werden sie mitwirken. Vielleicht erfüllt sich dann der Traum von Sarah. Die 13-Jährige möchte nämlich berühmt werden. Erste Nachrichten habe sie schon erhalten. Vielleicht erkennen sie demnächst mehr Pforzheimer in der Fußgängerzone.