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24.02.2016

Norwegen kommt unter Druck

London/Houston. Seit den 1970er-Jahren gilt Norwegen als ein Land, in dem unablässig Öl fließt – und damit jede Menge Geld in die Kassen des Staates. Die Rohstoff-Industrie macht hier ein Fünftel der Wirtschaftsleistung aus. Mehr als 200.000 Arbeitsplätze hängen an der Branche.

Rund 30.000 Jobs sind nach Berechnungen des Finanzdienstleisters DNB Markets schon weggefallen, seit der Ölpreis den Sinkflug angetreten hat. Die Arbeitslosenquote in Norwegen ist seit Anfang 2015 von 3,8 auf 4,6 Prozent gestiegen.

Die im langfristigen Vergleich weiterhin sehr niedrigen Ölpreise haben auch am Dienstag kräftig geschwankt. Nachdem sie am Morgen noch deutlich gefallen waren, kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April mittags 34,82 US-Dollar – zwölf Cent mehr als am Montag. Die Internationalen Energieagentur (IEA) geht zwar von einem mittelfristig wieder sinkenden Angebot an Rohöl aus. Jedoch dürfte die Ölschwemme noch bis ins kommende Jahr andauern.