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Auf internationalem Parkett: der technische Geschäftsführer von OBE, Carlo Burkhardt (Zweiter von links), mit Forschungskollegen in Barcelona. Foto: Privat
Auf internationalem Parkett: der technische Geschäftsführer von OBE, Carlo Burkhardt (Zweiter von links), mit Forschungskollegen in Barcelona. Foto: Privat
06.05.2016

OBE entfaltet Magnetwirkung

Ispringen. Die Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG – kurz OBE, gegründet 1904, ist ein weltweit agierender Hersteller von feinmechanischen metallischen Präzisionsteilen und Baugruppen. Das Ispringer Unternehmen leitet und koordiniert ein internationales Großprojekt, um einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden zu leisten.

Im Rahmen des World Manufacturing Forums in Barcelona fand erstmalig ein Workshop zur Globalen Kooperation bei Additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) statt. Ziel des Workshops war die Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der additiven Fertigung zwischen laufenden EU-Forschungsprojekten und Projekten aus anderen Regionen der Welt, beispielsweise aus den USA, Südafrika, Brasilien, Israel und Kanada. Die 15 eingeladenen Projektkoordinatoren waren aufgerufen, in verschiedenen Themenblöcken Synergien zu finden, Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und Forschungscluster zu bilden. Im Rahmen des 3D-Drucks von metallischen Werkstoffen wurde das von OBE koordinierte Projekt ReProMag* (ressourceneffiziente Herstellung von Dauermagneten) als eines von vier Projekten ausgewählt, die die Europäische Kommission ins globale Rennen schickte.

In dem Forschungsprojekt geht es um die Herstellung hochpräziser Permanentmagnete für Sensor- und Motorenanwendungen. Der technische OBE-Geschäftsführer Professor Carlo Burkhardt erläuterte das Magnetprojekt in Barcelona. „Die ausgezeichneten Ergebnisse, die bei magnetischen Werkstoffen erzielt wurden, lassen sich auf andere Hochleistungswerkstoffe wie Titan- und Nickelbasislegierungen übertragen“, erläutert Burkhardt, was auch für die Medizintechnik- und Luftfahrtindustrie interessant sei.

OBE beschäftigt in Ispringen 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit Mittwoch auch Partner in einem weiteren EU-Projekt, das sich mit 3D-Druck beschäftigt: Das Projekt Maestro (Modular laser based additive manufacturing platform) beschäftigt sich mit der Optimierung der Prozesskette unter Großserienbedingungen. Zehn europäische Partner aus vier Ländern werden mit vier Millionen Euro gefördert.