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Pforzheim bleibt beim Städteranking im Mittelfeld

Pforzheim. München ist bei der Wirtschaftskraft weiterhin Spitze. Vergleichsweise gut leben lässt es sich in Corona-Zeiten einer Studie zufolge aber eher in Städten wie Potsdam oder Bonn. In Sachen Wirtschaftsdynamik liegt Stuttgart im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten lediglich auf Rang zehn – noch hinter Heilbronn und Ulm, die die Plätze drei und sieben belegen. Schlusslicht ist wie in der Fußball-Bundesliga Gelsenkirchen (Schalke 04).

„In der Corona-Krise haben sich die Prioritäten vieler Menschen verschoben“, erläuterte Hanno Kempermann von IW Consult, einer Gesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Bedeutung von Homeoffice und Kinder-Betreuung sei stark gestiegen, Naherholungsgebiete im Grünen seien wichtiger geworden. Indes bleibt München zum achten Mal in Folge Spitzenreiter bei der Wirtschaftskraft im aktuellen Städteranking von IW Consult in Zusammenarbeit mit der „Wirtschaftswoche“ und Immobilienscout24. Dafür wurden allerdings Daten des Vorkrisen-Jahres 2019 ausgewertet. Die Goldstadt hat sich im Konzert der 71 Städte mit über 100 000 Einwohnern gut behauptet. In der Kategorie „Niveau“ liegt Pforzheim auf Platz 30, bei der Dynamik allerdings nur auf Rang 52. Damit fährt die Goldstadt seit Jahren im Rückwärtsgang – 2014 lag sie bei der Dynamik noch auf einem soliden 32. Platz, im Vorjahr noch auf 41. Bei der Beschäftigungsquote der älteren Arbeitnehmer (über 55 Jahren) erreicht das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald seit Jahren einen hervorragenden Wert unter den Top 5, was auch an den guten Fachkräften und deren Know-how in der Präzisionstechnik liegen dürfte. Erschreckend bleiben im bundesweiten Ranking die Zahlen bei der Kitaquote (Platz 69).