nach oben
Cornelius und Klaus-Dieter Huber (rechts) sind Uhrenliebhaber. Foto: VANESSAMOSELLE
Cornelius und Klaus-Dieter Huber (rechts) sind Uhrenliebhaber. Foto: VANESSAMOSELLE
Ein Stück Nostalgie am Handgelenk. Foto: VANESSAMOSELLE
Ein Stück Nostalgie am Handgelenk. Foto: VANESSAMOSELLE
Die Circula mit schwarzem Zifferblatt. Foto: VANESSAMOSELLE
Die Circula mit schwarzem Zifferblatt. Foto: VANESSAMOSELLE
17.08.2018

Pforzheimer Cornelius Huber hat sich mit Uhrenmarke des Großvaters selbstständig gemacht

Pforzheim. Die Glanzzeiten der Pforzheimer Uhrenindustrie hat Cornelius Huber selbst nicht mehr miterlebt. Er wurde im August 1982 geboren. Doch schon in frühester Jugend war er fasziniert von den tickenden Zeitmessern, die seine Eltern in ihrem Großhandelsbetrieb anboten. Seit über 90 Jahren ist die Familie in der Uhrenbranche aktiv.

Das Lager befand sich in der Heinrich-Wieland-Allee und als Schüler verbrachte er dort viel Zeit, um die ankommende Ware auszupacken. Zum Abitur am Fritz-Erler-Gymnasium bekam er 2002 von seinem Vater einen Flieger-Chronographen von Junghans, den er zuvor bei einem Besuch in der Schramberger Fabrik auf einem Plakat gesehen hatte. Inzwischen trägt der Pforzheimer am liebsten seine eigenen Produkte am Handgelenk. Denn seit einem Jahr hat er eine eigene Uhrenmarke. Sie ist eine Hommage an die erste Circula-Uhr von 1955, die sein Großvater Heinz Huber in der Goldstadt fertigte.

Durch einfache Formen wollte der Gründer elegante und dezente Uhren erschaffen, stilvolle Begleiter für die Zeit des Wirtschaftswunders. Das Geschäftsmodell des Startups ist im Gegensatz zu den Uhren voll digital: Das junge Unternehmen setzt auf den Direktvertrieb im Internet.

Im August 2017 testete Cornelius Huber sein Markenkonzept durch einen Vorverkauf auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Innerhalb von vier Wochen sammelte er das nötige Startkapital von 25.000 Euro ein. Er kündigte seine Position als Partner in einer Unternehmensberatung in Amsterdam und gründete die Marke Circula neu. Das Quarz-Uhrwerk kommt vom Schweizer Hersteller Ronda. Das Design orientiert sich an den Uhren der 1950er-Jahre, mit gewölbtem Glas und stilvollem Zifferblatt. „In den 50er Jahren wurde vieles noch von Hand gefertigt und war dementsprechend beständig“, weiß Huber. Gefertigt werden die Zeitmesser in der Schweiz, wobei Huber sich auch eine Produktion von mechanischen Uhren in der Goldstadt vorstellen kann.

www.circulawatches.com