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Oberbürgermeister Gert Hager, Professor Ulrich Jautz (von links) sowie die Wirtschaftsförderer Reiner Müller und Oliver Reitz ließen sich von Firmenchef Ulli Wetzel (Mitte) über die Produkte der Firma Mössinger informieren.
Oberbürgermeister Gert Hager, Professor Ulrich Jautz (von links) sowie die Wirtschaftsförderer Reiner Müller und Oliver Reitz ließen sich von Firmenchef Ulli Wetzel (Mitte) über die Produkte der Firma Mössinger informieren.
27.09.2016

Pforzheimer Firma Mössinger vor 90 Jahren gegründet

Die Firma Mössinger im Pforzheimer Altgefäll ist ein gefragter Partner der heimischen Wirtschaft. Ihre Geländer, Treppen und Brandschutzelemente finden sich auch an vielen öffentlichen Gebäuden. Die 34 Mitarbeiter des 1926 von Gottlieb Mössinger gegründeten Familienunternehmens sind in den kommenden Monaten auch in eigener Sache gefordert.

Beim Bau einer Lagerhalle auf dem Firmengelände werden sie ihre langjährigen Fertigkeiten im Stahl- und Metallbau einbringen, wie Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Ulli Wetzel gestern beim Besuch von Oberbürgermeister Gert Hager erläuterte. Zudem sollen für weitere Gewerke heimische Betriebe zum Zuge kommen. Die Erweiterung werde bei laufendem Betrieb erfolgen, weil die zu bebauende Fläche bereits als Lagerstätte und Zufahrt genutzt werde.

Wichtig ist Wetzel auch die Ausbildung von Fachkräften – aktuell zählt das Handwerksunternehmen acht Lehrlinge. „Wir hätten gerne noch einen weiteren Azubi eingestellt, doch wir haben keinen gefunden.“ Arbeit gibt es für Schlosser, Metall- und Stahlbauer in Pforzheim und der Region genug, sagt der Unternehmer, der selbst Bauingenieur und Schweißfachingenieur ist. In Kooperation mit der Hochschule Pforzheim prüft man auch die Einstellung von qualifizierten Studienabbrechern, die am akademischen Abschluss gescheitert sind. „Wenn ein Architekt nicht mehr weiter weiß, ruft er beim Schlosser an“, scherzt Wetzel. Tatsächlich sei es aber so, dass man den Handwerksbetrieben praktische Problemlösungen ebenso zutraue wie den Umgang mit verschiedensten Baumaterialien und Werkstoffen. Das gilt auch für seinen Bruder Daniel Wetzel, der sich als Spezialist für Wasserstrahlschneiden positioniert hat und am Standort eine eigene Firma Mössinger Waterworxx betreibt. Dort werden nahezu alle Werkstoffe mit Hochdruck von bis zu 6000 bar bearbeitet. „Wir arbeiten Hand in Hand“, betont Ulli Wetzel. „So können wir vom winzigen Maschinenbauteil bis hin zu großflächigen Stahlkonstruktion alles anbieten.“