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Mitarbeiterinnen von H&P Orthopädie-Schuhtechnik zeigen die neuen Schutzmasken und Handschuhe.  Foto: Privat 

Pforzheimer Firma fertigt eigentlich orthopädische Schuhe - Wegen Corona wird die Produktion jetzt umgestellt

Pforzheim. Ralph Fritz, Chef der H&P Orthopädie-Schuhtechnik GmbH & CoKG Gesunde Schuhe in Pforzheim, ist nicht von den Laden-Schließungen betroffen. Seine zwölf Mitarbeiter und er sind nach wie vor im Ladenlokal an der Westlichen. Doch in Zeiten von Covid-19 ist die Nachfrage nach orthopädischen Schuhen zurückgegangen. Und so wurde das Team kreativ: aus Kunststoff sind Schutzmasken entstanden. „Wir haben im Team überlegt, dass jeder von uns eine Schutzmaske möchte, um weiter sicher arbeiten zu können. Nur sind sie ja durchweg ausverkauft“, berichtet Fritz. Und so haben sich die Mitarbeiter samt Chef an die Eigenproduktion gemacht.

Die Werkzeuge zur Herstellung seien vorhanden. Das Wissen, worauf es bei medizinischem Gerät ankomme, ebenso. „Der durchsichtige Kunststoff wird eigentlich für die Fertigung von orthopädischen Probeschuhen verwendet“, erklärt Fritz. Polstermaterial für die Stirn sei auch genügend von der Schuhherstellung vorhanden.  „Nur der Gummizug bereitet uns Sorgen.“ Aber auch hier sei er durch gute Kontakte zu seinen Lieferanten gut versorgt.

So seien in der vergangenen Woche erste Masken für die Belegschaft entstanden. „Sie sehen nicht nur gut aus, sondern erfüllen alle medizinischen Vorgaben“, sagt Fritz. Mit der Produktion möchte er helfen: „Kliniken und Arztpraxen erhalten die Masken kostenlos.“ Von Privatpersonen verlangt er 20 Euro pro Maske. „Das Geld wird komplett an die PZ-Aktion ,Menschen in Not‘ gespendet“, erklärt er. Die Vorbestellungen häufen sich nun zunehmend. Da die Anfragen nach Hilfe von „Menschen in Not“ auch in der Krise weitergehen, freuen sich die Verantwortlichen des Hilfsvereins schon jetzt auf gute Nachfrage der Masken.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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