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Stefan Pletscher weiß seine VR-Brille zu schätzen. Foto: Warzecha
Stefan Pletscher weiß seine VR-Brille zu schätzen. Foto: Warzecha
15.10.2016

Pforzheimer Foto-Designer Stefan Pletscher eröffnet neue Wahrnehmungs- und Realitätsebenen

Auf Webseiten, Broschüren, Info-Veranstaltungen und Messen, die mit IT und High Tech zu tun haben, sieht man sie überall – Datenbrillen, die einen Einblick in die sogenannte Virtual Reality (VR) ermöglichen. Google machte es mit seiner Google-Datenbrille vor. Handyhersteller wie Samsung nutzten den Trend, um den Eigenschaften des neuen Smartphone-Modells mit der Brille einen zusätzlichen Marketing-Kick zu verleihen. Der 28 Jahre alte Foto-Designer Stefan Pletscher wendet genau dieses Prinzip bei seiner Arbeit an, nämlich das, den Kunden eine neue Wahrnehmungs- und Realitätsebene zu offenbaren – über die sie noch mehr über das ihnen jeweils angebotene Produkt wahrnehmen, als sie just im konkreten Augenblick vor sich sehen.

„Es geht darum, dass die Menschen Informationen aufnehmen dürfen, es aber nicht müssen“, geht er näher auf die Hintergründe ein. Ein gutes Mittel also, um jegliche Reizüberflutung durch Botschaften über Social Media und Co. zu vermeiden bzw. zumindest zu verringern, wie Pletscher betont. „Die Menschen, und damit die Kunden, möchten unterhalten werden. Dabei liegt die Schlüsselstelle in der Kombination aus Entertainment und Produkt-Placement. Der Kunde durchläuft ja entsprechend platzierte Produkte auf einer Ebene und muss sich also entscheiden, wohin er gucken möchte. So blendet er den Rest der Welt aus und erlebt nur die Welt durch die Datenbrille“, sagt der Gründer.

Er betont dabei die Vorteile seiner Dienstleistung, bisherige Marketingaktivitäten und -dienstleistungen um den Face-to-Face-Kontakt und das emotionale Erleben zu ergänzen und damit auf eine deutlich höhere Ebene zu stellen. „Alles, was sichtbar ist, kann man sehen und das, was man hören kann, auch hören.“ Gemeint ist damit, dass man in dieser dreidimensionalen Welt durch das technische Auge der VR-Brille eine Kaffeemaschine sieht. Diese lässt sich über einen entsprechenden Icon und ein 360 Grad-Umfeld an- und ausschalten.

Genauso macht VR ein entsprechendes Exposé überflüssig, das Immobilienmakler ansonsten potenziellen Kunden aushändigen. Dabei kann sich der Kunde auf einen virtuellen Rundgang begeben und sich durch die Innenräume der Wohnung navigieren lassen – einfach und schnell, ganz ohne sich die Mühe machen zu müssen, zur Immobilie zufahren und sich das Objekt direkt vor Ort anzusehen. Wie genau erlebt ein Kunde so einen räumlichen Rundgang im Verkaufsgespräch? Er bekommt ein sogenanntes Cardboard. Das ist eine Pappschachtel, in der sich eine zusammen klappbare Virtual Reality-Brille befindet. Diese stellt aber nur eine Möglichkeit der Anwendungen für eine Datenbrille dar.

Weitere Modelle, alle mit integriertem Smartphone, gibt es auch von Herstellern wie Zeiss. Der bereits angedeutete virtuelle Rundgang gestaltet sich zum Beispiel beim Weg durch Immobilien so: Man setzt ein Handy in die Brille hinein und verfolgt die Icons, also die jeweiligen Navigationspunkte. Diese führen einen dann in jeweils einen anderen Raum und machen den Einrichtungsgegenstand, einzelne Räume einer Wohnung, erlebbar – fast wie im realen Leben also.

Der gelernte Fotodesigner – studiert hat er an der renommierten Lazi Akademie – European School of Film and Design in Esslingen am Neckar –, bietet dem Kunden verschiedene Marketingstrategien, ausgehend von People-Fotografie, also der Fotografie von Menschen wie Porträtfotografie, bis hin zu 3-D-Fotografie und genannten Strategien in Kombination mit der oben genannten Virtual Reality an.

Seit gut einem Jahr hat er die Virtual Reality-Strategien im Portfolio. Die Firma von Stefan Pletscher gibt es seit 2012, ausgehend von der Fotografie in allen möglichen Varianten wie People- und Produkt- oder Objektfotografie. Grundsätzlich arbeitet der rührige Gründer alleine auf selbstständiger Basis. Für darüber hinaus gehende Anforderungen des Kunden wie Imagefilme holt er sich Partner für digitale Medien aus Pforzheim oder externe Sprecher mit ins Boot. Er möchte vor allem eines: „Immer besser werden.“

www.studio35.info