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19.05.2009

Pforzheimer Juwelier Leicht eröffnet zwei weitere Filialen

PFORZHEIM/HAMBURG/BAIERSBRONN. Die große Party im Hamburger Hafen ist gerade vorüber – und schon in wenigen Wochen gibt es den nächsten Grund zum Feiern: Innerhalb eines Monats eröffnet der Pforzheimer Juwelier Georg Leicht gleich zwei weitere Dépendancen – vergangener Woche an Bord des Tui-Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff“ (die PZ berichtete) und Mitte Juni im Hotel „Traube Tonbach“ in Baiersbronn.

„Beide Neueröffnungen passen in unser Geschäftskonzept“, betonte Leicht gestern im Gespräch mit der PZ. Auf hoher See kennt sich der Pforzheimer Juwelier schon bestens aus, sind doch seine Preziosen schon auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen erhältlich. Leicht erinnerte an die „Hanseatic“ und die MS Deutschland. „Das ist Teil unserer Strategie.“ In Kooperation mit dem Hamburger Kreuzfahrtspezialisten Heinemann habe man sich jetzt für eine Dépendence im Shopping-Areal auf dem Tui-Urlaubs-Kreuzer „Mein Schiff“ entschlossen.

Auch in noblen Hotels fühlt sich Leicht wohl. Niederlassungen hat er bereits im „Hotel Adlon“ in Berlin, im „Taschenbergpalais“ und beim Quartier an der Frauenkirche (beide Dresden), im „Seehotel Überfahrt“ in Rottach-Egern und auf „Schloss Bensberg“ in Bergisch-Gladbach. Baisersbronn wird also die nächste Niederlassung. „Gute Atmosphäre und das passende Ambiente sind beim Schmuckeinkauf besonders wichtig“, betont Leicht. „Ein idealer Standort.“ Hotelier Heiner Finkbeiner von der „Traube Tonbach“ habe ihn im vergangen Jahr auf eine Zusammenarbeit angesprochen.

Bisher hatte der Remchinger Juwelier Gerd Siebler in der Ladenpassage des Nobel-Hotels in Baiersbronn seinen festen Platz. Auf Januar aber hatte Siebler gekündigt – die Miete sei ihm zu hoch gewesen, sagt er. Ohnehin, räumt er ein, laufe das Geschäft krisenbedingt, nicht mehr wie früher. Die Geschäftsbeziehung hatte ein Vierteljahrhundert gehalten. Damals war die „Traube“ noch kein außergewöhnliches Hotel gewesen. Siebler war von einem Bekannten zum Essen eingeladen worden; man kam ins Gespräch, Ausstellungen folgten, die Bestückung von Vitrinen (wie heute noch in der „Villa Hammerschmiede“ in Pfinztal-Söllingen) und schließlich der Bezug eines Zehn-Quadratmeter-Ladens in der „Traube“ Passage, die nun umgebaut und erweitert wird – unter anderem um eine Vinothek.

Patron Finkbeiner machte in ambitionierter Konkurrenz zu seinem Pendant in Baiersbronn-Mitteltal, Hermann Bareiss, die Herberge zu einem der besten Ferienhotels Europas (Höchstwertungen in sämtlichen Führern) mit dem Drei-Sterne-Restaurant „Schwarzwaldstube“ und dessen Chefkoch Harald Wohlfahrt als kulinarischem Aushängeschild. Im dortigen Spitzen-Restaurant „Vendome“ kocht Joachim Wissler, ehemaliger Schüler von Harald Wohlfahrt und ebenfalls mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Beide gehören zu den 25 besten Köchen der Welt – und Leicht zum dritten Mal hintereinander zu den „Top-100-Juwelieren“ in Deutschland („Schmuckmagazin“).