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Freuen sich auf die Momentour (von links): Assistentin Monika Roovers, WSP-Chef Oliver Reitz, Projektleiter Martin Hämmerle, PKM-Geschäftsführer Günter Ihlenfeld sowie die Aussteller Johanna Rimmele und Achim Sebök.
Freuen sich auf die Momentour (von links): Assistentin Monika Roovers, WSP-Chef Oliver Reitz, Projektleiter Martin Hämmerle, PKM-Geschäftsführer Günter Ihlenfeld sowie die Aussteller Johanna Rimmele und Achim Sebök.
14.01.2016

Pforzheimer Messe MomenTour: Marktplatz für Tagestourismus

Einen wichtigen qualitativen Unterschied zu größeren Messen bringt Projektleiter Martin Hämmerle schon zu Beginn seiner Präsentation auf den Punkt: „Bei der MomenTour in Pforzheim sind meistens die Geschäftsführer der ausstellenden touristischen Anbieter persönlich an den Messeständen.“ Im Gegensatz zu CMT (Stuttgart) und ITB (Berlin) würden sie in der Goldstadt, so Hämmerle weiter, eben nicht durch Praktikanten oder Hostessen im Saal vertreten.

Auch beim Marketing gehe die fünfte Messe für Kurzreisen und Tagestouren eigene Wege: Wegen der Landtagswahlen am Sonntag vor der MomenTour (18. bis 20. März) soll auf Plakatierung weitgehend verzichtet werden. Stattdessen setzen die Pforzheimer Organisatoren nun verstärkt auf die Direktansprache des Messepublikums. „Wir schreiben einige Tausend Vereine und einige Hundert Busunternehmen an“, macht Hämmerle deutlich. Gerade Veranstalter von Busreisen sieht er als wichtige Multiplikatoren. Und Vereine, die bislang noch nicht erreicht wurden, ermutigt er, selbst die Initiative zu ergreifen und mit der Projektleitung der Messe frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Angemeldeten Gruppen winken vielfältige Vergünstigungen.

Der Eintrittspreis ist zum Vorjahr unverändert geblieben: Kinder bis 14 Jahre haben freien Zugang zur MomenTour, Erwachsene bezahlen fünf Euro. „Wir wollen Grundlagen für Kurzurlaub schaffen“, sagt Wirtschaftsförderer Oliver Reitz, denn die Ressource Zeit sei immer knapp: „Daher wird genau überlegt, wo man die Zeit zum Erholen verbringt“. Genau hierfür sei Touristikmesse, Mitte März bestens geeignet. Die Stadt Pforzheim, so Oliver Reitz weiter, wolle „die MomenTour insbesondere mit Blick auf das Jubiläum der Schmuck- und Uhrenindustrie im kommenden Jahr nutzen“.

Johanna Rimmele (www.rimmele-tourismus.de) und Achim Sebök (www.seepark-golf.de), repräsentieren bei der Vorveranstaltung zur Messe gestern die reizvolle Region Bodensee-Oberschwaben. Sie propagieren das „Schwäbische Meer“ und sein Hinterland als touristisches Ganzjahresziel. Zum unverändert knappen Übernachtungsangebot am Seeufer sagt Sebök: „Es war in den 70er-Jahren ein Riesenfehler, die Bodenseeregion als Riviera Deutschlands zu bewerben, zumal durch die Landesgartenschau in Überlingen ein Campingplatz am See weichen muss.“ Und er betont: „Die Gegend hat zu jeder Jahreszeit ihren Reiz.“

Zur verbesserten Anbindung des Hinterlands berichtet Johanna Rimmele, „ab 2017 sollen die Nahverkehrsmittel bis Sigmaringen für Übernachtungsgäste kostenlos angeboten werde. Ein Anreiz, das Auto bei der jeweiligen Unterkunft stehen zu lassen. Die Initiative startet in Baden-Württemberg und es sei geplant, sie später auch grenzüberschreitend anzubieten.

www.momentour.de