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Bewährte Kooperation: Matthias Wolf (Mitte) vom Creditoren Verein und Professor Paul Maciejewski (rechts) mit den Studenten der Pforzheimer Hochschule.  Roller
Bewährte Kooperation: Matthias Wolf (Mitte) vom Creditoren Verein und Professor Paul Maciejewski (rechts) mit den Studenten der Pforzheimer Hochschule. Roller
16.07.2015

Pforzheimer Studenten geben Unternehmen Verbesserungstipps

Nicht schlecht staunte Matthias Wolf, Geschäftsführer des in Pforzheim ansässigen Creditoren Vereins (CV), als ihm rund 20 Studenten der Fakultät für Wirtschaft und Recht der Pforzheimer Hochschule zahlreiche Verbesserungsideen für sein Unternehmen präsentierten. Im Rahmen eines Praxisprojekts im Studiengang „Marketing“ haben die angehenden Akademiker bei dem kooperierenden Unternehmen gelernt, die im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.

„Es geht dabei nicht nur darum, Praxiskontakte zu sammeln, sondern auch sich in der Gruppe zu verstehen“, informiert Professor Paul Maciejewski, der das Projekt seit rund 15 Jahren betreut und auch dieses Mal sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Studenten ist. Genauso wie CV-Geschäftsführer Matthias Wolf.

„Die Studenten haben einen neutralen Zugang zu dem Thema“, sagt er, deshalb seien sie dazu in der Lage, seinem Unternehmen wichtige Impulse zu geben. Außerdem genieße die Pforzheimer Hochschule einen guten Ruf. In Gruppen aufgeteilt, widmeten sich die Studenten drei verschiedenen Themen aus dem Marketingbereich – natürlich alle auf den Creditoren Verein bezogen. Die Gruppe von Kristin Hönmann, Benedikt Mayer, Vincent Nagel, Hermann Anselm, Michael Dorn, Lucette Lavoe und Maren Müller entwickelte so zum Beispiel eine Marketing-Strategie für einen poten-ziellen neuen Markt. „Es ist sinnvoll, vor dem Berufsleben an einem realistischen Projekt mitzuarbeiten“, sagen sie. Nachdem sie durch die Festlegung eines einheitlichen Branchenrahmens, der Definition von Bewertungskriterien und deren Auswertung in einem Scoring-Modell eine Vorauswahl geeigneter Branchen für den CV getroffen hatten, verglichen die Studenten die vom CV angebotenen Produkte und Dienstleistungen mit denen potenzieller Mitbewerber. Herausgekommen ist die Medizintechnik als Branche, in die das Unternehmen einsteigen könne. „Der Creditoren Verein hängt seinen Mitbewerbern nicht hinterher, es gibt keine desolaten Defizite“, so die Studenten.

Während die Stärken des CV in seiner hohen Realisierungsquote, seinem großen Partnernetzwerk und seinem engen Verhältnis zu den Mitgliedern lägen, seien das angestaubte Image und die geringen Kapazitäten eher von Nachteil. Die Studenten empfehlen daher, in die neue Medizintechnik-Branche einzusteigen. Man sei in der Medizintechnik bereits in geringem Umfang tätig, sagte Geschäftsführer Wolf, insofern bestätige die Arbeit der Studenten den eingeschlagenen Kurs.