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WSP-Chef Oliver Reitz mit den Wirtschaftspreisen 2017, die am 9. November vergeben werden.
WSP-Chef Oliver Reitz mit den Wirtschaftspreisen 2017, die am 9. November vergeben werden.
27.10.2017

Pforzheimer Wirtschaftspreis: Spannung bis zum Schluss

Oliver Reitz trifft mit dem Programm des Pforzheimer Wirtschaftspreises die Aktualität auf den Punkt. Heute endet die siebentägige USA-Reise der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Sie ist mit einer Delegation, darunter der Enzkreis-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert (FDP), in Washington D.C. sowie den Bundestaaten Alabama und Kalifornien unterwegs. Ihre Mission: den freien Handel aufrecht erhalten sowie die Zoll-Androhungen von Präsident Donald Trump ausloten. Deren Umsetzung könnte auch die Unternehmen des Südwestens empfindlich treffen.

Passend dazu wird am 9. November bei der Verleihung des Wirtschaftspreises im CongressCentrum Pforzheim (CCP) eine illustre Talkrunde über „Ein Jahr Trump – veränderte Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft“ debattieren. Die Zusammensetzung der Diskutanten: Cornelia Frank, Leiterin Außenwirtschaft & Standortmarketing Wirtschaft (Nordamerika) bei Baden-Württemberg International (bw-i); Philipp Bauknecht, Geschäftsführer der Pforzheimer IT-Firma Medialesson GmbH und Microsoft Regional Director; Patrick Stöber, Geschäftsführer der Firma Pforzheimer Stöber Antriebstechnik.

Stand gestern haben sich bereits 400 Interessenten als Gäste für die Veranstaltung im CCP angemeldet, erklärt Reitz, Direktor des städtischen Eigenbetriebs WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim) sowie Initiator der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

Seit 2013 vergibt die Stadt Pforzheim einmal jährlich den Wirtschaftspreis in drei Kategorien: „Innovation und Idee“, „Marke und Image“ sowie „Lebenswerk“. Wer sind die diesjährigen Preisträger, Herr Reitz? „Die Namen halten wir, wie in den Vorjahren, bis zur Vergabe unter Verschluss. Schließlich sollen die Besucherinnen und Besucher mit einer gewissen Spannung zu der Veranstaltung kommen“, sagt der WSP-Direktor. Vor der Preisübergabe werde jeweils ein Laudator seine persönliche Sicht über den Geehrten und seine Arbeit ausführen. Auch deren Name seien unter Verschluss. Desweiteren informiere eine kurze Video-Präsentation auf Großleinwand über die Geschäftstätigkeit der Preisträger. Im Unterhaltungsteil wird die Frauenband „Miss Mobile“ auftreten. Der sogenannte musikalische „Walking Act“ – die Damen sind bei ihren Darbietungen nicht an die Bühne gebunden – hat auf seiner Referenzliste Auftrittstermine bei Mercedes, BMW und Siemens, um nur einige zu nennen.

Und warum überhaupt ein Wirtschaftspreis in Pforzheim? „Wir wollen einerseits die Leistungsfähigkeit der hier ansässigen Unternehmen hervorheben. Andererseits soll es einmal im Jahr ein Dankeschön an die Unternehmen in der Stadt sein, die durch ihr vielfältiges Wirken ein wichtiger Bestandteil sind“, sagt Reitz. Immerhin entrichteten die Firmen nicht nur Steuern, „sondern stellen Tausende von Arbeits- und Ausbildungsplätzen zur Verfügung. „Das darf seitens der Stadt Pforzheim mit Dankbarkeit, aber durchaus auch mit einem gewissen Stolz gewürdigt werden.“ Da es mehr als ein festlicher Abend werden soll, „greifen wir immer auch ein Thema auf, das die Unternehmen betrifft“. In diesem Fall also das künftige Zusammenarbeiten mit den USA. Nicht zu unterschätzen sei an einem solchen Abend der anschließende Gedankenaustausch, das Netzwerken.

Sind die Gesamtkosten für eine solche Veranstaltung gerechtfertigt? Ja, meint Reitz. Die Veranstaltung sei für Gäste kostenfrei. Der WSP trage den Aufwand für Raummiete sowie die Auslagen für Catering, Rahmenprogramm und Gestaltung der Preise, außerdem die Portokosten. Insgesamt ergebe sich „ein Budget im überschaubaren fünfstelligen Bereich“.