nach oben
Porsche und VW bereiten Verschmelzung vor.
Porsche und VW bereiten Verschmelzung vor © dpa
17.06.2011

Porsche und VW bereiten Verschmelzung vor

STUTTGART. Porsche und Volkswagen wollen sich trotz zahlreicher ungelöster Probleme nicht von ihrem Weg in eine gemeinsame Zukunft abbringen lassen. «Unser klares gemeinsames Ziel ist die Verschmelzung», sagte Porsche-SE-Chef Martin Winterkorn am Freitag bei der Hauptversammlung in Stuttgart.

«Porsche und Volkswagen schließen jetzt die Reihen. Wir wachsen Stück für Stück zusammen - zu einem starken, integrierten Automobilkonzern mit hervorragenden Perspektiven für die Zukunft.»

Porsche traf trotz juristischer und steuerlicher Hindernisse weitere Vorbereitungen für den Deal. Für Mitte Dezember 2011 wurde eine außerordentliche Hauptversammlung terminiert, auf der sich die Porsche SE die Zustimmung der Aktionäre einholen könnte. Der Aufsichtsrat richtete einen Ausschuss ein, der den Verschmelzungsprozess begleiten soll. Außerdem bestellte das Landgericht Stuttgart am Donnerstag auf Antrag von Porsche einen Wirtschaftsprüfer für den Deal.

Voraussetzung für das Gelingen der Verschmelzung ist aber, dass bis dahin die Altlasten der Porsche SE aus dem 2009 verlorenen Übernahmekampf mit VW beseitigt werden. «Es lässt sich heute noch nicht sagen, wann und in welcher Form die noch offenen Fragen geklärt werden können», sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Dazu gehören die zähen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Deutschland wegen des Verdachts auf Untreue gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter. In den USA kämpfen die Stuttgarter zudem mit Schadenersatzklagen von Investoren in Millionenhöhe.

Leserkommentare (0)