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Preisschock: Tanken über Ostern wird erwartungsgemäß teuer.
Preisschock: Tanken über Ostern wird erwartungsgemäß teuer. © dpa
21.04.2011

Preisschock zu Ostern: Benzin kostet bis 1,80 Euro

Von wegen schöne Ostern: Beim Blick auf die Spritpreis-Anzeigen an deutschen Tankstellen vergeht so manchem Autofahrer die Lust auf das lange Wochenende. Doch nicht der Osterhase sei schuld sondern die hohen Notierungen für Ölprodukte in Rotterdam, so BP-Deutschlandchef Uwe Franke.

In Pforzheim schwankt der Preis für Super Plus zwischen 1,63 bis 1,77 Euro, für einen Liter Super E 10 muss der Kunde durchschnittlich 1,58 Euro zahlen und der Preis für einen Liter Diesel liegt bei etwa 1,46 Euro.

Nach Ostern will das Bundeskartellamt Untersuchungsergebnisse vorlegen, ob Benzin-Multis die Preisentwicklung untereinander absprechen, damit alle davon profitieren - zum Schaden der Autofahrer. Dazu untersuchte die Behörde jahrelang die vielen Mini-Preisbewegungen an Hunderten Zapfsäulen.

Der Benzinpreis richtet sich grundsätzlich nach der Entwicklung beim Rohstoff Öl, aber auch Angebot und Nachfrage spielen eine Rolle. Preiserhöhungen zu Hauptreisezeiten wie Ostern oder den Sommerferien sind daher eigentlich keine Überraschung. Allerdings: Ein echter Markt mit jeder Menge Wettbewerb ist die Mineralölbranche nicht. Wenige Konzerne geben den Ton an, Experten sprechen von einem «Oligopol». Hinzu kommt, dass die Unternehmen häufig die gesamte Lieferkette von der Ölquelle über die Raffinerie bis zur Tankstelle kontrollieren - ihnen also niemand so einfach dazwischenfunken kann.

Dem Autofahrer bleibt nur, sich noch tiefer in die Psychologie der Benzin-Multis einzufuchsen. Denn nach einer Studie des ADAC ist Tanken sonntags im Schnitt um 3,4 Cent billiger als am Freitag, und ADAC-Experte Klaus Reindl rät sogar dazu, die Tageszeit zu beachten. Denn: Mittags und nachts sei Benzin preiswerter als im Berufsverkehr. dpa/de

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