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Kochen und heizen mit Gas dürfte für viele Kunden im Herbst deutlich teurer werden.
Kochen und heizen mit Gas dürfte für viele Kunden im Herbst deutlich teurer werden. © dpa
12.08.2010

Preisvergleichsportal: Gas wird deutlich teurer

PFORZHEIM / ENZKREIS / HEIDELBERG. Millionen Kunden in Deutschland müssen nach Aussage des Preisvergleichsportals Verivox mit steigenden Gaspreisen rechnen. Anbieter in der Region planen aber keine Erhöhung. Treffen die Prognosen von Verivox ein, dann geht an Kunden der Stadtwerke Pforzheim, der Gasversorgung Pforzheim Land und der Stadtwerke Mühlacker ein ordentlicher Preisaufschlag fürs erste vorbei.

 Immerhin geht es nach Einschätzung des Vergleichsportals um höhere Gaskosten im zweistelligen Prozentbereich, die ab 1. Oktober erwartet werden. Mit der Berliner Gasag habe erstmals ein großer Versorger angekündigt, an diesem Termin den Preis um 13 Prozent zu erhöhen, so Verivox-Sprecherin Dagmar Ginzel. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) und Mühlacker sowie die Gasversorgung Pforzheim Land (GVP) legen sich schon jetzt fest, dass sie ihre Gaspreise über den 1. Oktober hinaus stabil halten. Sonja Kirschner, Leiterin der SWP-Unternehmenskommunikation, und der Mühlacker Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Meeh begründen das mit einer guten Einkaufspolitik auf dem Gasmarkt. Bei der GVP hatte das zuletzt dazu geführt, dass die Gaspreise zum 1. April und zum 1. September 2009 jeweils sogar gesenkt werden konnten. Langfristige Planung Höhere Einkaufskosten für Gas sind die Begründung für die zum Herbst erwartete bundesweite Preiserhöhungswelle. Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt und folgt diesem meist nach etwa sechs Monaten. Dadurch steigende Kosten werden nun laut Verivox von einigen Anbietern an die Kunden weitergegeben. „Wir profitieren dagegen derzeit davon, dass wir unseren Einkauf langfristig planen“, so Sonja Kirschner. Wenn man zeitlich verteilt das Gas in mehreren Tranchen einkaufe, statt es kurzfristig über Börsen zu erwerben, habe man bei der Preisgestaltung einen längeren Atem. Wie lange der dieses Mal anhält, könne man noch nicht sagen, so Kirschner. Auch Meeh mag nicht über den Jahreswechsel hinausschauen. hei/dpa

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