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Die Goldstadt liegt auf Platz 163 im bundesweiten Vergleich unter 401 Städten und Landkreisen. Foto: Privat
Die Goldstadt liegt auf Platz 163 im bundesweiten Vergleich unter 401 Städten und Landkreisen. Foto: Privat
10.07.2019

Prognos Zukunftsatlas: Pforzheim und Enzkreis im Mittelfeld

Pforzheim/Enzkreis. Erstmals seit Jahren rückt das Feld der 401 Kreise und kreisfreien bundesdeutschen Städte wieder etwas näher zusammen. Doch trotz dieser leichten Annäherung zwischen den Top-Standorten und den Schlusslichtern bleiben bekannte regionale Muster bestehen. Das ist das Ergebnis aus dem „Prognos Zukunftsatlas“, das im „Handelsblatt“ veröffentlicht wurde.

Spitzenreiter ist einmal mehr die Region München, wobei die bayerische Landeshauptstadt erstmals vor dem Landkreis München liegt. Stuttgart kommt auf Rang fünf, Böblingen belegt Platz sieben, Karlsruhe liegt auf 23. Pforzheim (163) landet knapp hinter dem Enzkreis (160) im vorderen Mittelfeld der deutschen Rangliste. Der Kreis Calw liegt auf Rang 176. Damit sind Chancen und Risiken in der Region Nordschwarzwald weitgehend ausgeglichen. Allerdings haben sich alle drei Standorte gegenüber der Studie von 2106 verschlechtert.

Überdurchschnittlich ist in Pforzheim die Dynamik, die günstige Demografie und der Arbeitsmarkt. Schlecht wird dagegen die Innovationsfähigkeit beurteilt. Der Enzkreis hat eine unterdurchschnittliche Dynamik, verfügt aber laut Studie über eine hohe Innovationskraft. Außerhalb Süddeutschlands schaffen es nur die vier Städte Wolfsburg, Düsseldorf, Hamburg und Münster in die Top 25 – also die Regionen mit der höchsten Zukunftsfestigkeit. In Ostdeutschland erreichen nur die Städte Dresden, Jena, Potsdam, Berlin und Leipzig die Gruppe der Regionen, in denen die Zukunftschancen überwiegen.

Positive Überraschung ist dabei Leipzig: 2004 lag die Stadt noch auf Platz 334 in der Schlussgruppe des Rankings, es überwogen die Zukunftsrisiken. In der neuesten Ausgabe des Regionalrankings kommt Leipzig jetzt sogar auf Platz 104. Nun überwiegen klar die Zukunftschancen. Der Weg Leipzigs vom Schmuddelkind zum Wunderkind steht für eine Trendwende. Über zwei Jahrzehnte sah es so aus, als wären die Zukunftschancen zunehmend ungleich verteilt.