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24.11.2016

Proteste bei Osram

München. Die Osram-Beschäftigten wollen einen Verkauf des Lichttechnik-Konzerns an chinesische Investoren verhindern. In einem beispiellosen Schritt hat nach der IG Metall jetzt auch der Betriebsrat Widerstand angekündigt und von der Politik ein klares Wort gefordert.

Die Betriebsratsvorsitzende des größten deutschen Osram-Werks Regensburg, Irene Weininger, rief den Vorstand und den Großaktionär Siemens gestern zu einer klaren Absage an jeden Übernahmeversuch auf. Als unabhängiges Unternehmen habe Osram bessere Wachstumschancen, eine Übernahme wäre nicht im Interesse der Arbeitnehmer. „Wir werden uns daher gegen jeden feindlichen Übernahmeversuch vehement zur Wehr setzen“, kündigte Konzern-Betriebsratschef Werner Leyer an.

Siemens hält noch 17,5 Prozent der Aktien und will die Anteile verkaufen. Osram beschäftigt nach dem Verkauf seiner Lampensparte 6400 Mitarbeiter in Deutschland, davon 3500 in Regensburg.