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Rund 30 Millionen Euro Steuern soll ein Pforzheimer Untermehmer mit seinem Goldhandel hinterzogen haben.
Rund 30 Millionen Euro Steuern soll ein Pforzheimer Untermehmer mit seinem Goldhandel hinterzogen haben. © Neff
29.01.2014

Prozess um 30 Millionen-Steuerbetrug: Angeklagter gesteht

Mannheim. Im Prozess um betrügerische Goldgeschäfte hat der angeklagte Pforzheimer Unternehmer am Mittwoch nun doch gestanden. Zwar behauptete er, von den Umsatzsteuerbetrügen der Zulieferer seines Berliner Lieferanten nichts gewusst zu haben.

Er räumte jedoch einen sogenannten bedingten Vorsatz ein: Von September 2010 an habe er einen Betrug für möglich gehalten und diesen billigend in Kauf genommen. Die Geschäfte mit der Berliner Firma brach er nicht ab.

Vor dem Landgericht zeigte sich der 54-Jährige sichtlich bewegt und kämpfte bei seiner Erklärung mehrfach mit den Tränen. Mit diesem Geständnis lässt sich der Angeklagte auf den Deal ein, den ihm die Kammer vorgeschlagen hatte. Jetzt erwartet ihn eine Haftstrafe von vier bis fünf Jahren. Die Absprache erspart ihm mehrere Jahre Haft.

Laut Anklage soll er gemeinsam mit seinem Lieferanten knapp 30 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Dazu habe er zwischen Oktober und Dezember 2010 von der Firma Gold im Wert von rund 155 Millionen Euro gekauft. Der Angeklagte sitzt seit März 2013 in Untersuchungshaft.

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