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Die Entlastung war den Gremien sicher: (von links) Aufsichtsratsmitglieder Martin Grimm, Stefan Lehr, Helmut Brenk und Martina Theurer sowie die Vorstände Anette Waidelich und Richard Weber. Foto: Schott
Die Entlastung war den Gremien sicher: (von links) Aufsichtsratsmitglieder Martin Grimm, Stefan Lehr, Helmut Brenk und Martina Theurer sowie die Vorstände Anette Waidelich und Richard Weber. Foto: Schott
11.07.2018

Raiffeisenbank Ersingen präsentiert bei Generalversammlung gute Ergebnisse

Kämpfelbach-Ersingen. Gewohnt solide hat sich die Raiffeisenbank Ersingen im vergangenen Jahr entwickelt: Bei ihrer 105. Generalversammlung am Montagabend berichtete Richard Weber, der zusammen mit Anette Waidelich die Bank leitet, über eine positive Geschäftsentwicklung.

Trotz der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank wurde das betreute Kundenvolumen um 7,4 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro gesteigert. „Dies ist Ausdruck eines stabilen und soliden Geschäftsmodells, das getragen wird von unseren Mitgliedern und Kunden“, so das Fazit Webers.

Obwohl die Kunden kräftig getilgt haben, stiegen die gewährten Kredite im Endeffekt um 3,6 Millionen auf 59,6 Millionen Euro an. Die Neueinlagen in Höhe von 2,8 Millionen Euro betrachtet Weber als Vertrauensbeweis der Kunden. Negativzinsen, welche die Bank für eigene Bankeinlagen zahlen muss, werde die Raiffeisenbank auch weiterhin nicht weitergeben, sondern den Unterschied für ihre Kunden übernehmen. Weber machte deutlich, dass durch die über Jahre hinweg konsequent erfolgten Zuführungen zu den Rücklagen die Stärkung des „wirtschaftlichen Eigenkapitals“ fortgesetzt werden konnte. Man liege damit über dem genossenschaftlichen Durchschnitt. „Darauf sind wir stolz“, so Weber, „denn das bestärkt die Ersinger Raiffeisenbank, selbstständig zu bleiben und nicht in Fusion zu gehen.“ Dieser Satz wurde mit großem Beifall seitens der Mitglieder bedacht.

Bei der um 1,7 Millionen auf nun 72,8 Millionen Euro gestiegenen Bilanzsumme liege der Anteil des Kundengeschäfts auf der Aktivseite bei 82 Prozent (Kredite an Kunden) und auf der Passivseite bei 77 Prozent (Einlagen der Kunden). Als Jahresüberschuss wies die Gewinn- und Verlustrechnung 2017 einen Betrag von 47 000 Euro aus. Daraus werden 32 000 Euro für eine vierprozentige Dividende auf das Geschäftsguthaben der Mitglieder ausgeschüttet. Außerdem werden 20 000 Euro über das Treuebonusmodell vergütet. Der Prüfungsbericht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes bestätigte laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Brenk eine ordnungsgemäße Leitung. Die einstimmige Entlastung durch die Mitglieder war den Gremien sicher.