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Sie leiten die Geschicke der Raiffeisenbank (ab Zweiter von links): Vorstände Ronny Walter, Bernd Feuchter, Aufsichtsräte Bernd Link, Gert Wiederrecht (Vorsitzender) und Thorsten Preuß. Links Wirtschaftsprüfer Benjamin Lüking.  Schott
Sie leiten die Geschicke der Raiffeisenbank (ab Zweiter von links): Vorstände Ronny Walter, Bernd Feuchter, Aufsichtsräte Bernd Link, Gert Wiederrecht (Vorsitzender) und Thorsten Preuß. Links Wirtschaftsprüfer Benjamin Lüking. Schott
05.07.2019

Raiffeisenbank Kieselbronn mit gutem Ergebnis – Kontoführungsgebühr ab Oktober

Kieselbronn. „Das Ergebnis 2018 spiegelt das Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden wider“, konnte Bankvorstand Bernd Feuchter bei der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Kieselbronn, auch im Namen seines Vorstandskollegen Ronny Walter, erfreut feststellen.

Nach ihrem Geschäftsbericht ist die Bilanzsumme gegenüber dem Jahr 2017 um 4,8 Millionen Euro auf 146,5 Millionen Euro gestiegen, was hauptsächlich aus dem starken Anstieg der Kundeneinlagen auf eine Höhe von nun 119,5 Millionen Euro resultiert.

Wie Feuchter weiter berichtete, konnten die Rücklagen um 430.000 Euro auf 14,2 Millionen Euro aufgestockt werden. Zusammen mit dem Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 6,6 Millionen Euro besitze die Raiffeisenbank somit eine weit überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung. Allerdings habe die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ihre Spuren hinterlassen. So reduzierte sich der Zinsüberschuss gegenüber 2017 erneut um 120 000 Euro auf 2,64 Millionen Euro. Die Provisionserträge konnten zwar auf 494.000 Euro gesteigert werden, konnten aber den Rückgang beim Zinsüberschuss nicht ausgleichen. Das Ergebnis mit 854.000 Euro falle daher um 140.000 Euro niedriger aus als 2017.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 290.000 Euro, rund 10.000 Euro weniger als im Vorjahr, ermögliche in diesem Geschäftsjahr trotzdem wieder die Ausschüttung einer sehr komfortablen Dividende von fünf Prozent. Die 2417 Mitglieder der Raiffeisenbank unterhielten Ende 2018 ein Geschäftsguthaben von 1,3 Millionen Euro. Der im Umkreis einmalige Raiffeisenmarkt für die Lebensmittel-Nahversorgung habe 1,5 Millionen Euro umgesetzt und mit einem Überschuss von 16.000 Euro abgeschlossen.

Um in den kommenden Jahren ein auskömmliches Betriebsergebnis zu erzielen und die Bank zukunftsfähig zu machen, müsse ab Oktober dieses Jahres eine Kontoführungsgebühr eingeführt werden. Geplant ist eine monatliche Grundgebühr von drei Euro sowie 30 Cent pro Buchungsposten beziehungsweise eine Monatspauschale von sechs Euro beim „all inclusive“ Kontomodell. Vorstand Feuchter resümierte: „Trotz der steigenden Kosten und rückläufigen Zinserträge ist uns nicht bange. Wir sind wirtschaftlich und personell gut aufgestellt“. Prokurist Benjamin Grimm soll in etwa zwei Jahren für ihn als Vorstand nachrücken.

Aufsichtsratschef Gert Wiederrecht unterrichtete die Mitglieder zudem über das Ergebnis der positiv verlaufenen Aufsichtsprüfung des Genossenschaftsverbandes.