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Aufsichtsratsvorsitzender Rolf-Dieter Raithelhuber (links) mit den Vorständen Jan A. Dressle und Evelyn Wild bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Wimsheim-Mönsheim, die pandemiebedingt ohne Bewirtung stattfand.  Foto: Tilo Keller 

Raiffeisenbank Wimsheim-Mönsheim zahlt 4,5 Prozent Dividende

Wimsheim. „Trotz herausfordernder Bedingungen können wir auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken“, sagte Jan A. Dressle, Vorstand der Raiffeisenbank bei der Generalversammlung in der Hagenschießhalle. Die Bank schüttet eine Dividende in Höhe von 4,5 Prozent aus. „Natürlich haben die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auch unsere Bilanz sowie unsere Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst.“ Er betonte allerdings, dass man als grundsolides Institut mit starkem Geschäftsmodell und hervorragender Eigenkapitalausstattung in die Krise gestartet sei. Als Bilanzsumme nannte er 96,1 Millionen Euro, die im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Millionen Euro höher liegt.

Als klaren Vertrauensbeweis bezeichnete er die Steigerung der Kundeneinlagen von 5,1 Prozent auf insgesamt 81,3 Millionen Euro. „Schon lange ist die Ergebnisentwicklung unseres Instituts durch das Niedrigzinsumfeld geprägt“, sagte er und nannte einen gesunkenen Zinsüberschuss in Höhe von 1,7 Millionen Euro, wobei er für das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang rechnete. Die Verwaltungsaufwendungen bezifferte er mit 1,5 Millionen Euro, wobei diese durch Einsparungen um rund 70.000 Euro reduziert werden konnten. „Unter dem Strich konnten wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 625.000 Euro erzielen“, sagte Dressle. Auch wenn das Geschäftsjahr maßgeblich vom Verlauf der Corona-Pandemie beeinflusst gewesen sei, war er mit der Entwicklung der Bank zufrieden. Das Betriebsergebnis habe eine erfreuliche Stärkung des Eigenkapitals sowie eine Ausweisung des Bilanzgewinns in Höhe von rund 183.000 Euro zugelassen. Er führte außerdem das Anwachsen des bilanziellen Eigenkapitals um 318.000 Euro auf 10,46 Millionen Euro an. Dressles Vorstandskollegin Evelyn Wild schlug der Versammlung vor, rund 55.722 Euro aus dem Jahresüberschuss als Dividende in Höhe von 4,5 Prozent auszuschütten, was einstimmig befürwortet wurde. Im Rahmen der Versammlung standen turnusgemäß zwei Aufsichtsratsposten zur Wahl an. Ralf Heinstein und Albrecht Schrayßhuen wurden in ihren Ämtern bestätigt. In der abschließenden Fragerunde erkundigte sich ein Teilnehmer, ob zukünftig auch Strafzinsen angedacht seien. Dressle erklärte, dass die Raiffeisenbank Wimsheim-Mönsheim derzeit keine Strafzinsen erhebe. „Es kann schon sein, dass es in Zukunft nötig sein wird, für höhere Einlagen Strafzinsen einzuführen“, sagte er. Aufsichtsratsvorsitzender Raithelhuber ergänzte, dass man dabei aber auch zwischen Bestands- und Neukunden unterscheiden müsse.