760_0900_115162_dresden.jpg
Mitarbeiter des Reisebüro Eberhardt demonstrieren in Dresden.  Foto: Privat 

Reiseveranstalter demonstrieren in Dresden für staatliche Hilfe – auch Reisebüro Eberhardt

Dresden/Pforzheim. Inhaber von Reisebüros und mittelständische Reiseveranstalter haben am Mittwoch in zahlreichen deutschen Städten für mehr staatliche Hilfe in der Corona-Krise demonstriert. Aufgerufen dazu hatte die Allianz selbstständiger Reiseunternehmen. Mit anderen Verbänden fordert sie einen Sonderfonds des Bundes, um die Rückzahlungen für stornierte Reisen abzuwickeln. Damit sollen Arbeitsplätze in den Reisebüros und bei den Veranstaltern gesichert werden.

Gondeln sind auf dem Canal Grande an Holzpfählen festgemacht. Foto: Anteo Marinoni/LaPresse/AP/dpa
Wirtschaft

Reise geplatzt: Kunden sollen Geld zurückfordern können

Weil Reisen aufgrund des Kampfs gegen das Coronavirus stark eingeschränkt sind, haben viele Kunden ihre Urlaubsfahrten storniert. Wer wegen der Corona-Krise eine Pauschalreise nicht antreten kann, kann sein Geld zurückverlangen. Eine zuerst von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung soll es nur noch als freiwillige Möglichkeit für Verbraucher geben. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

„Die Tourismusindustrie ist ein Uhrwerk aus Tausenden Einzelteilen, die wie Zahnräder ineinandergreifend ihre Arbeit verrichten. Seit nunmehr neun Wochen stehen diese Räder still. Einzelne Zähne dieses Uhrwerks sind bereits ausgebrochen. Eine Wartung des Uhrwerks ist dringend von Nöten ansonsten geht die Uhr kaputt.“

Auszug aus einem offenen Brief der Reisebranche an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)

Weltweit ist der Tourismus zusammengebrochen. Nicht nur Reisebüros, auch Veranstalter, Hoteliers, Gastronomen und Verkehrsunternehmen geraten in Schwierigkeiten. Der Staat greift Kleinunternehmern mit Soforthilfen wie Zuschüssen und Darlehen unter die Arme. „Die Tourismusindustrie ist ein Uhrwerk aus Tausenden Einzelteilen, die wie Zahnräder ineinandergreifend ihre Arbeit verrichten. Seit nunmehr neun Wochen stehen diese Räder still. Einzelne Zähne dieses Uhrwerks sind bereits ausgebrochen“, heißt es in einem offenen Brief der Reisebranche an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Eine Wartung des Uhrwerks ist dringend von Nöten ansonsten geht die Uhr kaputt.“

Wirtschaft

Reisebranche fordert lautstark Staatshilfe: "Wir gehen sehenden Auges kaputt"

Über 200 Inhaber und Mitarbeiter von Reisebüros, Busunternehmer, Stadtführer und Reiseleiter demonstrierten am Mittwoch in Dresden gegen die Auswirkungen der Corona-Politik. „Grundforderung ist ein Rettungsschirm für die Touristikbranche und nichtrückzahlbare Finanzhilfen“, sagte Peter Wagner, Prokurist des Pforzheimer Reisebüros Eberhardt, das auch in der Elbflorenz mit mehreren Filialen vertreten ist. In der Tourismusbranche seien 2,9 Millionen Arbeitnehmer tätig. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der ohne Einnahmen dastehe.

Region+

Ideen für Bad Wildbad: Baumhäuser, Hostel und Naturthermalsee

Lothar Neff

Lothar Neff

Zur Autorenseite