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Seit 1994 war die Ritter-Gruppe in Langensteinbach ansässig. Foto: Weber
Seit 1994 war die Ritter-Gruppe in Langensteinbach ansässig. Foto: Weber
06.11.2015

Ritter-Gruppe verlässt Langensteinbach: Änderungskündigungen für 100 Mitarbeiter

Betriebsratsvorsitzender Klaus Hebel muss derzeit viele Gespräche führen. Es geht um die Arbeitsplätze von 100 Kollegen am Standort Langensteinbach. Die Betroffenheit unter den Kollegen ist groß, seit die Ritter-Gruppe, Marktführer für regenerative Heizsysteme mit Sitz in Dettenhausen und Karlsbad bekannt gegeben hat, dass Anfang kommenden Jahres beide Standorte zusammengelegt werden. Die Niederlassung in Langensteinbach wird geschlossen.

„Es wird Änderungskündigungen geben“, bestätigt Hebel. Die Ritter-Beschäftigten müssen umziehen oder täglich die 74 Kilometer Richtung Tübingen pendeln. Das Unternehmen trägt mit der Verlagerung einer anhaltend schwierigen Marktsituation der gesamten Branche Rechnung und erwartet durch diese Maßnahme Einsparungen im sechsstelligen Bereich. In den vergangenen Jahren hat sich unter anderem infolge des extrem niedrigen Ölpreises der Solarthermie-Markt mehr als halbiert. Die Auswirkungen dieser Entwicklung spüre auch die Ritter-Gruppe.

„Die neue Konstellation bietet darüber hinaus weitere Vorteile für unser Unternehmen und für unsere Partner“, erklärt Moritz Ritter, CEO – Sohn von Firmengründer und Schokoladenkönig Alfred Ritter. „Wir sind uns sehr bewusst, was wir unseren Langensteinbacher Kolleginnen und Kollegen damit zumuten“, betont Geschäftsführer René Reinhold. „Gemeinsam mit den Gesellschaftern betrachten wir diesen Schritt als notwendig, um die Ritter-Gruppe im auch 2016 schwierigen aber weiter zukunftsträchtigen Markt der ökologischen Heizsysteme und der Solarthermie in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Die Gruppe gilt als Pionier des ökologischen Heizens.