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Immer von Prominenten aus der Show-Szene umgeben: Jubilar Roland Rauschmayer mit Patrick Lindner und Sohn Chris Rauschmayer (von rechts). Foto: Löffler/PZ-Archiv
18.07.2017

Roland Rauschmayer, der „Herr der Ringe“, wird 75

Pforzheim. Der erfolgreiche Pforzheimer Unternehmer Roland Rauschmayer feiert am Dienstag seinen 75. Geburtstag. Seine Trauringmanufaktur zählt zu den führenden Herstellern in Europa.

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„Es war einmal ein 20-jähriger Junge namens Roland, der den Beruf des Dekorateurs erlernte. Frisch verliebt und glücklich, konnte er sich nichts Schöneres vorstellen, bis ihm eines Tages eine Brieftaube zuflog“, heißt es im Rauschmayer-Märchen auf der Firmen-Homepage. Die weiße Taube trug einen kleinen, samtdurchsichtigen Beutel mit sich, in dem zwei wunderschön glänzende Goldringe durchscheinten. „Ein so wertvolles Schmuckpaar hatte Roland noch nie gesehen und sofort hegte er den Wunsch, ein ebenso schönes Schmuckstück seiner großen Liebe zu schenken.“ Also gründete Roland Rauschmayer kurzerhand seine eigene Trauringmanufaktur – mit 2500 D-Mark Startkapital, drei Mitarbeitern auf zwölf Quadratmetern Produktionsfläche. Am Dienstag feiert der „Herr der Ringe“ seinen 75. Geburtstag und sein Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern in Europa.

Seit einigen Jahren kann der erfolgreiche Pforzheimer Unternehmer sogar das Schloss Mühlhausen sein eigen nennen, wo er vor fünf Jahren mit einem rauschenden Fest mit viel Prominenz seinen 70. Geburtstag feierte.

Eigentlich wäre Rauschmayer gerne Jongleur geworden, weil sein Onkel der berühmte Artist Eldino war. Doch er musste den Beruf des Dekorateurs erlernen – etwas „Anständiges“, wie sein Vater Artur Rauschmayer meinte. Doch als sich Roland Rauschmayer nach abgeschlossener Lehre im Teenageralter ausmalte, dass sein Chef mit 51 Jahren gerade 1500 Mark verdiente, da wusste der Sohn einer Pforzheimer Uhrenmacherfamilie, was er zu tun hatte. Er holte den Abschluss der Handelsschule nach, volontierte bei Schmuckfirmen und Juwelieren und machte sich mit 20 Jahren selbstständig. Rauschmayer kaufte das Gold damals grammweise und machte daraus Trauringe, als hätte er nie etwas anderes getan. Später nahmen führende Juweliere die Trauringe aus der Goldstadt mit den beiden eingeprägten Glückstauben als Markenzeichen in ihr Sortiment auf. In den vergangenen 50 Jahren sollen über sieben Millionen Stück produziert worden sein.