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19.01.2016

Russlands Automarkt bricht ein

Moskau/Stuttgart. Trotz der schweren Krise auf dem russischen Automarkt hat der deutsche Luxushersteller Porsche sein Russland-Geschäft 2015 deutlich ausbauen können.

Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr mit knapp 5300 Fahrzeugen rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr verkauft, sagte Porsches Russland-Chef Thomas Stärtzel in Moskau. Damit ist die Stuttgarter Marke eine der wenigen, die im größten Land der Erde derzeit schwarze Zahlen schreibt.

Wegen einer schweren Wirtschaftskrise kaufen die Russen seit 2013 immer weniger Autos. Der Gesamtabsatz brach im vergangenen Jahr Experten zufolge um fast 36 Prozent ein. Auch für 2016 wird keine Trendwende erwartet. Die Neukunden seien vor allem Aufsteiger. „Wir haben heute Kunden, die sich sicherlich vor fünf Jahren keinen Porsche kaufen konnten“, sagte Stärtzel. Dazu hätten vor allem neue Finanzierungsprogramme beigetragen. Ziel sei die Präsenz in allen Großstädten. Bislang würden 60 Prozent der Autos in der Hauptstadt verkauft. dpa