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Rundgang durch das Rutronik-Logistikzentrum in Eisingen.Fotos: MORITZ
Rundgang durch das Rutronik-Logistikzentrum in Eisingen.Fotos: MORITZ
Die Geschäftsführer Thomas Rudel und Marco Nabinger (rechts).
Die Geschäftsführer Thomas Rudel und Marco Nabinger (rechts).
03.07.2019

Rutronik schickt als drittgrößter Elektronik-Lieferant winzige Bauteile in alle Welt

Eisingen. Rutronik ist der drittgrößte Anbieter von elektronischen Bauelementen in Europa. Weltweit rangiert das Ispringer Familienunternehmen auf Platz elf. Im vergangenen Jahr wurde erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro geknackt.

Nicht ohne Stolz führte gestern Rutronik-Chef Thomas Rudel durch das Logistikzentrum des Breitband-Distributors am Standort Eisingen. „Bedarfsgerechte und versorgungssichere Lagerhaltung ist eine der vier Säulen des Produkt- und Dienstleistungskonzeptes von Rutronik.“

OB beeindruckt

Auch Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch zeigte sich am Dienstag beim Rundgang mit Vertretern der Brancheninitiative IT+Medien durch das Logistikzentrum, das über 20000 Quadratmeter Nutzfläche umfasst, beeindruckt. Es ist der Dreh- und Angelpunkt von Rutronik und wurde im Jahr 2015 erweitert. „Und das ganz ohne Subventionen und Steuervorteile“, betonte Rudel. Dabei stehe das Familienunternehmen im globalen Wettbewerb mit milliardenschweren US-Konzernen. Eine echte Herausforderung, die man nur mit schnellen Entscheidungen und Flexibilität bewältigen könne.

Von Eisingen aus verschicken mehr als 300 Mitarbeiter jährlich über 100 Milliarden Bauteile, verpackt in 800.000 Paketen, in die ganze Welt. Das sind umgerechnet 250 Millionen Teile pro Arbeitstag. Mit rund 1000 Mitarbeitern am Hauptsitz Ispringen und dem Standort Eisingen ist Rutronik einer der fünf größten Arbeitgeber in der Region. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt weltweit 1850 Mitarbeiter in 37 Ländern auf drei Kontinenten. In den kommenden sieben Jahren will man den Umsatz auf zwei Milliarden Euro verdoppeln. Angesichts eines globalen Gesamtmarkts von einer Billion Euro sei dies durchaus realistisch. Damit würde Rutronik einen Weltmarktanteil von 0,2 Prozent erreichen.

Beliefert werden Kunden in den Hauptmärkten Automotive, Medizin, Industrie, Energie, Haushaltsgeräte und Elektronik. Doch Rutronik ist nicht nur zuverlässiger Lieferant, sondern bietet weitreichende technische Unterstützung bei Produktentwicklung und der Sicherstellung einer langfristigen Versorgung der Kunden, wie der Geschäftsführer IT/Security, Marco Nabinger, ausführte. Rutronik hat gerade im südostasiatischen Singapur einen Lagerstandort sowie Vertriebsbüros eröffnet. Die neue Niederlassung soll mehr regionale Nähe zu Herstellern und Unternehmen in der ASEAN-Region gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung. Es ist weltweit die 82. Niederlassung des Ispringer Unternehmens. Und weitere Expansion ist geplant. „Wir folgen unseren Kunden weltweit und müssen deren Versorgung mit aktiven und passiven Bauteilen gewährleisten,“ so Rudel.

Einheitliche Sprache

Und Marco Nabinger ergänzt: „Wir schulen unsere Leute in Ispringen und Eisingen, bevor sie weltweit ihre Aufgaben übernehmen.“ Die neuen Mitarbeiter müssten zunächst die einheitliche Rutronik-Sprache erlernen. Trotz der Konkurrenz von Porsche & Co findet das Ispringer Unternehmen immer wieder gute Fachkräfte. Zahlreiche Auszeichnungen als Top-Arbeitgeber belegen die Attraktivität des Unternehmens.

Die nächste Veranstaltung des Netzwerks IT+Medien findet schon am Mittwoch um 19 Uhr im Innotec in Pforzheim statt. Enrico Korb (Mastersolution AG) spricht über neue Formen des Wissenstrans fers.

www.netzwerk-it-medien.de