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Thomas Engelhard und Wolf-Kersten Meyer (Geschäftsführer SWP) mit Martin Konermann (Geschäftsführer Technik Netze BW) und Nikolaus Scheirle (Leiter Beteiligungsmanagement EnBW) bei der Vertragsunterzeichnung. Dahinter stehen: Steffen Ringwald (EnBW), Gerhard Holtmeier (Thüga Aktiengesellschaft und stellvertretender Aufsichtsratschef SWP), Oberbürgermeister Gert Hager, Frank Mastiaux (EnBW-Vorstandsvorsitzender), Roger Heidt (Erster Bürgermeister und SWP-Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Hagenbuch und Kristof Herga (beide Geschäftsführer Netze Pforzheim-Region).
Thomas Engelhard und Wolf-Kersten Meyer (Geschäftsführer SWP) mit Martin Konermann (Geschäftsführer Technik Netze BW) und Nikolaus Scheirle (Leiter Beteiligungsmanagement EnBW) bei der Vertragsunterzeichnung. Dahinter stehen: Steffen Ringwald (EnBW), Gerhard Holtmeier (Thüga Aktiengesellschaft und stellvertretender Aufsichtsratschef SWP), Oberbürgermeister Gert Hager, Frank Mastiaux (EnBW-Vorstandsvorsitzender), Roger Heidt (Erster Bürgermeister und SWP-Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Hagenbuch und Kristof Herga (beide Geschäftsführer Netze Pforzheim-Region).
12.11.2015

SWP und EnBW kooperieren: Regionales Netzeigentum wird künftig gemeinsam verwaltet

Pforzheim. Großer Bahnhof bei den Stadtwerken Pforzheim (SWP): Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender des Energieriesen EnBW, kommt persönlich zur Vertragsunterzeichnung ins Brötzinger Tal und spricht von einer Kooperation auf Augenhöhe.

Anlass war die Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft der beiden Energieversorgungsunternehmen SWP und EnBW in der Region um Pforzheim.

Welche Vorteile bringt das für die Verbraucher?

Wolf-Kersten Meyer, Vorsitzender Geschäftsführung der SWP, sieht darin eine Verbesserung der Versorgungsqualität. „In einem Schadensfall sind unsere Servicemitarbeiter schneller vor Ort.“ Kurze Anfahrtswege, die Präsenz vor Ort und die Nähe zum Kunden sei ein wichtiges Argument im Rahmen einer sicheren Energieversorgung. Durch die Partnerschaft mit der EnBW werde die Region gestärkt.

Warum wurde die Kooperation überhaupt geschlossen?

Die Netzgesellschaft wurde gegründet, um die Strom- und Gasnetze in den 2011 und 2012 von den SWP gewonnenen bisherigen EnBW-Konzessionsgebieten zu verwalten. Während das Stromnetz in Ispringen schon ins SWP-Netz eingebunden ist, wurde für Keltern und Neuhausen eine partnerschaftliche Lösung gefunden. „Mit der Netze Pforzheim-Region GmbH & Co KG wird ein neuer Weg beschritten“, erläutert Geschäftsführer Bernd Hagenbuch. Die EnBW bringe ihre Stromnetze Keltern und Neuhausen ein, die Erdgas Südwest das Gasnetz Keltern und die SWP ihr Stromnetz in Ispringen.

Wie sieht die Aufgabenteilung in der neuen Netzeigentumsgesellschaft aus?

Die kaufmännische Betriebsführung liegt bei der EnBW, während die technischen Dienstleistungen von den Stadtwerken übernommen werden. Die SWP ermitteln die fälligen Netzentgelte und führen die Abrechnung sowie das Energiedatenmanagement durch.

Warum gehen die Stadtwerke diesen Weg?

„Das neue Modell ist eine gute Lösung, weil der stockende Prozess der Netzübertragung in Bewegung gebracht wurde“, sagt Erster Bürgermeister Roger Heidt, der zugleich SWP-Aufsichtsratsvorsitzender ist. „Die Netzgesellschaft ist ein Koooperationsmodell auf Augenhöhe, das beiden Partnern nutzt“, ergänzt Oberbürgermeister Gert Hager. Die EnBW sei ein wichtiger Beteiligungspartner für Kommunen in Baden-Württemberg. „Die Partnerschaft mit Städten und Gemeinden hat für uns einen hohen Stellenwert“, sagt EnBW-Chef Frank Mastiaux. „Mit diesem Schritt verschafften sich die SWP interessante Wachstumsperspektiven in der Region zwischen Stuttgart und Karlsruhe“, betont Gerhard Holtmeier, Mitglied des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft und stellvertretender SWP-Aufsichtsratsvorsitzender. Die Geschäftstätigkeit werde erweitert und das Unternehmen nachhaltig gesichert.